60 Berufe die durch die 2. Automobilrevolution gefährdet sind

Gerade erst hatten wir Besucher eines Automobilclubs aus Europa zu einer einwöchigen Automotive und Innovationstour im Silicon Valley, und es wurde glasklar, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Die Aussage eines Teilnehmers nach dem Besuch von 23 Stationen – darunter verstehen wir Automobilunternehmen, Zulieferer, Venture Kapitalisten, Experten, Co-Workingspaces, und anderen Einrichtungen – war, dass er zwar eine Menge dieser Puzzleteile kannte und welche Anstrengungen da passieren, aber die Einzelteile keinen Sinn ergaben. Selbstfahrende Autos hier, Elektrofahrzeuge da, Internet der Dinge, Over-the-air-Softwarepdates. Mit der Tour wurde ihm klar wie die Puzzleteile ineinander greifen – und es fiel ihm wie Schuppen vor die Augen. Alles wofür der Automobilclub bis dato stand ist in Frage gestellt. Die Automobilbranche steht vor einem ähnlich großem Umbruch, wie bei der 1. Automobilrevolution, als wir von Pferdekutschen auf Automobile wechselten.

Wir hören zwar viel von Tesla und den Elektrofahrzeugen, gerüchteweise von den selbstfahrenden Fahrzeugen, und vernahmen die Meldungen zu den rechtlichen Auseinandersetzungen mit Uber in Deutschland, aber das scheinen isolierte Ereignisse zu sein. Dabei sind vier Hauptbereiche der 2. Automobilrevolution identifizierbar, aus denen heute Änderungen vorangetrieben werden:

  1. Elektrofahrzeuge
  2. Selbstfahrende Fahrzeuge
  3. Sharing Modelle
  4. Connected Car

Der Wandel zu mehr Elektrofahrzeugen scheint mit dem iPhone-Moment der Automobilindustrie – die Tesla Model 3 Vorbestellungen – gekommen sein. Es ist somit keine Frage, dass EVs kommen, mehr eine, wie schnell. Ebenso kann man sich heute kein zukünftiges Szenario vorstellen, bei denen selbstfahrenden Fahrzeuge nicht vorkommen. Gerade in Städten kommt hinzu, dass Autobesitz sehr mühsam ist. Ein Carsharing-Modell kommt dem entgegen. Und dass sich ein Auto mit allem und jedem verbinden wird, ist schon heute absehbar. Von der eigenen Musik und dem Navigationssystem am Smartphone, bis hin zur Auto-Auto oder Auto-Person-Verbindung werden wir alles haben.

Zusätzliche, wenn auch weniger unmittelbar haben Änderungen in der Produktion Einfluss, beispielsweise die Karbonbauweise von BMW, die Toolingkosten für den Bau eines Fahrzeugs dramatisch (bis auf ein Drittel der üblichen Kosten) heruntersetzen kann, sowie der 3D-Druck von Bestandteilen. Sie erlauben die Entstehung von neuen Automobilstart-ups, die mit wesentlich weniger Kapital auskommen werden, als es bisher der Fall ist.

Einzeln genommen sind sie bereits disruptiv und revolutionär – und damit bereits gefährlich für die heutigen Platzhirschen. Zusammen genommen aber werden diese Innovationen eine Kraft entwickeln, die keinen Stein auf dem anderen lassen wird. Und das nicht nur, weil die üblichen verdächtigen Industrien davon betroffen sein werden, sondern etliche andere auf der Strecke bleiben werden. Und sich gleichzeitig auch die Gesellschaft und unsere Lebensstil davon berührt wird. In sehr vielen Fällen zum Besseren. Unsere Kinder und Kindeskinder werden sich schon in 20 Jahren nicht mehr vorstellen können, wie wir jemals dem Automobil so viel Platz in unserer Welt eingeräumt und damit die Erde an den Rand des Klimakollaps gebracht haben.

Szenarioannahmen

Die weiteren Betrachtungen gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten paar Jahre selbstfahrende Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen, die großenteils durch ein Sharing-Modell verwendet werden, und dass diese Fahrzeuge vollständig mit der Umwelt connected sind. Damit ergeben sich mittelbar und unmittelbar davon betroffene Gesellschaftsbereiche und Berufe, die entweder ganz verschwinden oder zumindest an Größe verlieren werden. Die folgende Übersicht ist unvollständig. Sie geht beispielsweise nicht auf anderen autonome Fahrzeuge ein, wie wir sie im landwirtschaftlichen Bereich sehen werden. Die Liste gibt aber einen beeindruckenden Überblick wie stark die 2. Automobilrevolution unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird, und dass wir Politik und Gesellschaft darauf vorbereiten müssen.

Zweite Automobilrevolution
Die 2. Automobilrevolution

Fahrer

Am unmittelbar stärksten betroffen werden all die Jobs sein, die Automobile steuern. Mit selbstfahrenden Fahrzeugen werden diese überflüssig. Spezielle Ausbildung wie sie Fahrern von Rettungswagen oder von Gefahrgütern zugute kommen, werden damit auch verschwinden.

  1. Taxifahrer
  2. Uber/Lyft-Fahrer
  3. Chauffeure
  4. Autobusfahrer
  5. Lastwagenfahrer
  6. Botendienstfahrer
  7. Valet-Parkdienst
  8. Einsatzwagenfahrer

Automobilbau

Ein Drittel aller Beschäftigten in der Automobilbranche dienen dem Ökosystem um den Motor. Zigtausende Mitarbeiter werden so wie Pferdezüchter, Zaumzeugmacher, Veterinäre oder Stallungsbesitzer überflüssig. Stattdessen benötigt man Batterieingenieure, Chemiker, und vor allem Informatiker, Experten für Künstliche Intelligenz und Elektronikexperten.

  1. Motorenbauer
  2. Abgasexperten
  3. Kraftstoffexperten
  4. Getriebebauer

Verkehrsüberwachung

Wenn Verkehrsregeln von den selbstfahrenden Fahrzeugen eingehalten werden, dann gibt es auch nichts mehr zu bestrafen. Und da sie im Gegensatz zu heute den Großteil des Tages unterwegs sind und nicht parken, benötigen wir auch all die damit verbundenen Jobs nicht mehr in dem Ausmaß wie bislang. Einige dieser Berufe (Verkehrspolizisten) können sich anderen Aufgaben widmen, wie beispielsweise Straftaten aufklären.

  1. Verkehrspolizisten
  2. Parkraumwächter
  3. Abschleppdienste
  4. Verkehrsnachrichtensprecher
  5. Verkehrsrichter
  6. Trunkenheitstesthersteller

Verkehrsrauminfrastruktur

Für wen sind Ampeln oder Schilder heute gemacht? Für Menschen und menschliche Fahrer. Die braucht man dann aber mit selbstfahrenden Fahrzeuge alle nicht mehr. Alleine in Deutschland gibt es 20 Millionen Verkehrsschilder und 4 Millionen Wegweiser. Die Stückpreise liegen zwischen 80 und 200 Euro pro Schild, die Montagekosten sind dabei noch nicht hinein gerechnet. Eine Ampel – und von denen gibt es in Deutschland 3 Millionen – kostet zwischen 35.000 und 250.000 Euro, der Betrieb nochmals 5.000 Euro pro Jahr ohne Stromkosten.

  1. Ampelhersteller
  2. Schilderhersteller
  3. Parkplatzbetreiber

Fahrausbildung

Wenn es keine Fahrer mehr gibt, wer braucht dann noch Fahrschule und Fahrprüfung? Auch der Führerschein wird hinfällig, sowie alle Zusatzausbildungen die Fahrer von Spezialgütern und Fahrzeugen ablegen müssen.

  1. Fahrlehrer
  2. Fahrprüfer
  3. Führerscheinausstellung
  4. Gefahrengutausbildung

Universitäten

Heute beschäftigen sich viele Forschungseinrichtungen und Universitäten mit der Optimierung von Kraftstoffen und Motoren. Diese Institutionen werden ihre Anstrengungen umleiten müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

  1. Universitätsprofessoren
  2. Forscher

Fahrzeuginstandhaltung

Verbrennungsmotoren und das ganze Drumherum haben mehrere hundert Teile, die mit Elektrofahrzeugen alle wegfallen. Kein Motor, kein Getriebe, keine Abgasanlage, keine Benzinanlage und so weiter. Damit braucht man auch keinen Ölwechsel, oder Austausch der Zündkerzen oder Dichtungsringe. Und wenn der private Autobesitz zurück geht und stattdessen Flotten betrieben werden, dann müssen sich Automobilclubs von einem Mitgliederverein zu einem Dienstleister im B2B-Bereich übergehen.

  1. KFZ-Mechaniker
  2. Abgasprüfer
  3. Roadside-Assistance
  4. Autowaschanlagen

Fahrzeugverkauf

Wenn immer mehr Menschen – vor allem im städtischen Bereich – auf das eigene Auto verzichten und stattdessen Fahrdienstleister in Anspruch nehmen, dann werden weniger Autos an Konsumenten als vielmehr an Flottenbetreiber verkauft werden. Das Geschäft wandelt sich von einem B2C zu einem B2B-Geschäft.

  1. Autoverkäufer
  2. Fahrzeugkreditgeber
  3. Gebrauchtwagenhändler
  4. Autotuner

Bauwesen

Eines ist jetzt schon sicher: Wohnungen und Häuser werden billiger. Wenn der ansonsten zu planende Parkraum für andere Zwecke verwendet werden kann, dann wird weniger Raum verbaut. Auch darf man nicht vergessen, dann Zufahrtsrampen in Garagen ebenfalls Platz benötigen. Parkhäuser vergrößern die Distanz zwischen einzelnen Gebäuden, damit wird es für Fußgänger aufwendiger zwischen einzelnen Attraktionen der Stadt zu Fuß zu gehen. Die Lösung dafür heute? Mehr Autos, die noch mehr Parkplätze nach sich ziehen.

Weniger Fahrzeuge benötigen auch weniger Straßenraum. Selbstfahrende Fahrzeuge können den Straßenraum optimaler ausnutzen, als menschliche Fahrer.

  1. Parkplatz- und Garagenbauer
  2. Straßenbau

Ölbereitstellung

Jeder weiß, dass hunderte Milliarden zur Bereitstellung von Erdöl aufgewandt werden und vor allem in die Kassen von Regimen fließt, die nicht unbedingt als die Säulen der Demokratie gelten. Die USA alleine geben 700 Milliarden Dollar pro Jahr aus, um im Nahen und Mittleren Osten Militärbasen zu betreiben. Ein nicht unerheblicher Teil davon ist sicherlich der Sicherung der Erdölversorgung zuzuschreiben. Das ist eine versteckte Steuer den Amerika und die Welt zahlen, um sich die Abhängigkeit von Erdöl zu sichern. Öl muss nicht nur gefördert, sondern auch transportiert und aufbereitet werden, bevor es dann in Autos verbrannt wird. Mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen erlauben einen alternativen und umweltverträglicheren Mix an Antriebsenergie. Und so nebenbei auch weniger Bedarf an militärischer Präsenz und den damit verbundenen Ausgaben in gewissen Ländern.

  1. Ölförderung
  2. Raffinerien
  3. Tanklaster
  4. Öltankschiffe
  5. Ölpipelines
  6. Öltanks
  7. Tankstellen
  8. Umweltverträglichkeitsprüfung
  9. Soldaten

Versicherungswesen

Über 23 Milliarden Euro beträgt die Bilanzsumme deutscher Versicherungsgesellschaften zu den Einnahmen der KFZ-Versicherungen, in den USA sage und schreibe 200 Milliarden Dollar. Bedenkt man, dass 94% aller Unfälle durch menschliches Versagen hervorgerufen werden, dann werden sich diese Versicherungssummen auf einen Bruchteil davon reduzieren. Erkläre die drastische Verringerung dieses Bilanzposten mal den Aktionären.

  1. Versicherungsverkäufer
  2. Schadensfallprüfer und -abwickler
  3. Versicherungs-Call-Center-Agenten

Gesundheitsindustrie

In den USA werden jährlich 1.2 Millionen Menschen durch Autounfälle verletzt, 32.000 davon sterben. In Deutschland sterben mehr als 3.500 Menschen jährlich durch Verkehrsunfälle, in Österreich an die 500. Damit ist der Gesundheitsbereich in einer Weise dimensioniert, dass diese Verkehrsopfer aufgenommen und behandelt werden können. Mit selbstfahrenden Fahrzeugen werden sich diese Zahlen ebenfalls auf einen Bruchteil reduzieren.

  1. Rettungsdienste
  2. Ärzte
  3. Krankenschwestern
  4. Therapeuten
  5. Behindertenhilfe und -fürsorge

Andere Transportmittel

Sind selbstfahrende Fahrzeuge einfach und günstig verfügbar und komfortabel, dann wird man sich nicht mehr die Mühe machen, auf die Straßenbahn oder selbst für Städteverbindungen noch auf die Eisenbahn umzusteigen. Warum soll man noch mit Gepäck durch den Bahnhof laufen um seinen Zug und Sitzplatz zu finden, wenn man bereits im selbstfahrenden Uber-Tesla sitzt? oder die Treppen hinab zur U-Bahn?

Die Bahn erhält dabei Konkurrenz von mehreren Seiten: Autonome Lastwagen benötigen keine Verladung auf die Schiene mehr, Städteverbindungen durch Fernbusse stellen bereits heute einen Nadelstich dar. Und es verwundert ohnehin, warum es heute noch U-Bahnfahrer gibt. U-Bahnen könnten nämlich heute bereits fahrerlos unterwegs sein. Und wenn es eine Alternative gibt zum rauf und runter in die Stationen, dann bieten eben selbstfahrende Ubers nicht nur Frauen ein besseres Sicherheitsgefühl.

  1. Lokführer
  2. Schaffner
  3. Bahnbedienstete
  4. Schalterbeamte
  5. Straßenbahnfahrer
  6. U-Bahnfahrer

Welche Berufe kommen?

Neue Technologien erfordern neue Berufe und schaffen neue Industrien. So auch die 2. Automobilrevolution. Ich habe bereits einige anklingen lassen, und viele können wir uns heute noch nicht vorstellen. Hier ist eine kleine bescheidene Liste:

  1. Batterieingenieure
  2. Experten für Künstliche Intelligenz
  3. Elektronikexperten für Straßenbau und Connected Car
  4. In-car-Entertainmentsystemhersteller
  5. Ladestationenmanagement
  6. Stromzulieferer
  7. In-car-app-Entwickler
  8. In-car-Werber
  9. Werberoutenoptimierer
  10. Verkehrsplaner

Zusammenfassung

Die 2. Automobilrevolution ist bereits da, und es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Und damit das wenn schon nicht schmerzlos so doch gesteuert funktioniert und die Automobilindustrie in Deutschland und Österreich führend bleibt, müssen Politik und Gesellschaft sich darauf vorbereiten und rechtzeitig Antworten finden. Bisher  – so viel kann man verraten – haben sie weder das eine noch das andere gemacht. Zur Zeit geraten wir ins Hintertreffen im Vergleich zu den Aktivitäten die im Silicon Valley und China vorangetrieben werden.

Diese Zahlen und Daten sind ein Auszug aus meinem kommenden Buch „Die 2. Automobilrevolution„, das sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der vor allem von Vorreitern aus dem Silicon Valley und China vorangetriebenen Innovationen.

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5 Gedanken zu “60 Berufe die durch die 2. Automobilrevolution gefährdet sind

  1. Wen es ebenfalls in Zukunft auch nicht mehr geben wird, ist der/die garstige Nachbar/in, der bzw. die genau weiß, ob Du schon ein Bierchen gezischt hast wenn Du in Dein Auto steigst…..

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  2. Ich denke, wir sind von diesem Szenario noch Generationen entfernt. Computer können zwar immer schneller rechnen, dabei immer mehr Daten verarbeiten und das immer billiger. Sie sind aber immer noch schlecht in der intuitiven Verarbeitung neuer Aufgaben (und da ist man als Autofahrer ständig gefordert). Am drastischsten merkt man das bei den Captchas bei der Registrierung auf Portalen, mit denen Menschen und Computer getrennt werden sollen. Ein sechs-jähriges Kind kann diese Captchas, meist einfache Bilderrätsel lösen, an dem aktuelle Computer total scheitern. Umgekehrt darf das sechs-jährige Kind aus gutem Grund nicht autofahren, dem zum Lösen des Captchas unfähigen Computer aber soll ich das zutrauen? Daneben gibt es viele ethische Fragen zu klären: Steht das autonome Auto vor der Entscheidung, bei einem plötzlichen Hindernis entweder den Insassen zu opfern oder einen unbeteiligten Passanten, wie soll er sich entscheiden? Wer haftet bei einem Unfall des Fahrzeugs (Technik wird immer auch mal nicht funktionieren?)
    etc. etc.

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    1. Vor einem Jahr hatten Experten damit gerechnet, dass ein Go-Computer erst in 5 bis 10 Jahren den Go-Champion schlagen wird können. Es ist dieses Frühjahr passiert. Der Go-Computer machte tatsächlich einen „intituitiven“ 37. Zug (sehr schön im neuesten Wired-Magazin nachzulesen).

      KI ist viel schneller besser werdend als man meint. Speziell in Nischenanwendungen – wie eben bei AlphaGo – sieht man das. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir eine allumfassende KI haben (und ob wir das wollen ist umstritten, siehe dazu auch Nick Bostroms Buch „Superintelligence“), aber Nischen-KIs sind bereits heute da, ohne dass Du es merkst.

      Und das Trolley-Problem, das Du hier einbringst, ist eines der gängigsten Gegenargumente, die mit der Eintrittswahrscheinlichkeit sehr wenig zu tun haben und uns den Blick auf die wahren Prioritäten verstellen. Dazu habe ich bereits eine ausführlichere Analyse verfassen.

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  3. Lesenswerter Artikel mit interessanten Vorhersagen. Persönlich würde ich einigen jedoch nicht zustimmen, da sich mir beispielsweise nicht erschließen will, wie der Gegenstand des Botendiensts ohne Botendienstfahrer (?) vom Absender zum Fahrzeug und vom Fahrzeug zum Empfänger gelangen soll.

    Oder wie autonomes Fahren in Einsatzfahrzeugen implementiert werden soll erschließt sich mir zumindest auf dem ersten Blick nicht ganz. Ist doch der Sinn von Einsatzfahrzeugen gerade gegen alle Regeln zu verstoßen um schnellst möglich einen Ort zu erreichen. Die Konsequenz, dass durch autonomes Fahren der Gesundheitsbereich signifikant überdimensioniert wäre ist in meinen Augen ebenfalls eine gewagte These.

    Aber trotz dieser und weiterer Punkte bei denen ich zumindest mit meiner heutigen Vorstellungskraft nicht mit dem Artikel übereinstimme macht er Lust auf das vollständige Buch. Bin gespannt.

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    1. Da gibt’s diese Testversuche mit Roboter-Zustellung. Da braucht man keinen Boten. Der Robotoer ist der Bote.
      Und bei Einsatzfahrzeugen kann man Regelverstöße und Vorrang einprogrammieren, ebenso dass sie sanfter fahren als alle anderen in Fällen von speziellen Patienten.
      Da 94% aller Verkehrsunfälle heute durch menschliches Versagen verursacht werden, muss heutzutage das Krankenwesen diese einkalkulieren und darauf ausgelegt sein. Wenn nun durch ein funktionierendes System an selbstfahrenden Fahrzeugen in Deutschland statt 3.500 Toten es „nur“ mehr 200 Tote gibt und eine entsprechenede kleinere Anzahl an Verletzten, dann kann ich Krankenhäuser kleiner machen und Personal einsparen oder anders einsetzen.

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