Meldungen aus der Zukunft

Ein psychologisch überraschend mächtiges Foresight-Mindset-Werkzeug sind Meldungen aus der Zukunft. Dabei wird den Beteiligten beispielsweise die Aufgabe gegeben, aus der Zukunft zehn Jahre vom heutigen Datum einen Zeitungsartikel zu verfassen, der als Schlagzeile den Bankrott des eigenen Unternehmens schildert, mit generellen und spezifischeren Gründen für das Scheitern. Eine solche Herangehensweise steht im scharfen Kontrast zu den sonst üblichen positiven, von Erfolgstories dominierten Strategien und Visionen.

Aus der Zukunft können dabei verschiedene Arten von Meldungen und Informationen kommen: Weiterlesen Meldungen aus der Zukunft

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Datamobbying, Datenschutzparanoia, und Warum Deutschland bei Künstlicher Intelligenz nichts zu melden hat

Im vergangenen Jahrhundert haben zwei Regime und Ideologien, die aus dem deutschsprachigen Raum stammen, Daten dazu verwendet, um Menschen einzusperren, zu foltern, und zu töten. Ich spreche vom Nationalsozialistischen Reich und von der DDR. Zwei Ideologien die dort sind wo sie hingehören: dem Abfallhaufen der Geschichte.

Dieser geschichtliche Hintergrund macht verständlich, warum man gerade in Deutschland zu Daten – präziser: personenbezogenen Daten – ein solch ambivalentes, wenn nicht gar gestörtes Verhältnis hat. Solche Daten dürfen nur mit Zustimmung der betroffenen Person erhoben werden, müssen auf Wunsch offengelegt werden und für die Person löschbar sein. Das reflektieren die Gesetze, die von der Bundesregierung und der EU erlassen wurden.

Medial prominent beleuchtete Gerichtsfälle wie Max Schrems vs Facebook oder Tatsachen, dass öffentlicher Raum in Deutschland und Österreich nicht oder nur ausgeblendet auf Google Street View angezeigt werden, zeigen, wie sehr diese Bedenken zu Absurditäten führen. Hausfassaden in deutschen Städten werden von Deutschen als privat markiert und müssen von Google verpixelt werden. Österreich hat bis heute kein Street View, weil Google beim Mapping zugleich WLAN-Daten erfasste. WLAN-Daten, die nichts mit personenbezogener Information zu tun hatte, wohlgemerkt.

Besonders absurd wird es, wenn man sich das Cookie-Law zu Gemüte führt. Jede Website in der EU muss einen Hinweis zu erfassten Cookies einblenden, und der Benutzer zustimmen. Ein Cookie, das anonymisiert und nicht personenbezogen ist. Und wehe, es hält sich jemand nicht daran, der wird in Grund und Boden geklagt und öffentlich angeprangert. Mit den Klagen gegen Google, Facebook & Co macht man sehr öffentlich deutlich, dass sich die Bundesregierung und die EU selbst vor diesen Großen nicht fürchten. Gleichzeitig gibt man aber ein verheerendes Signal an die eigenen Start-ups, von denen man so gerne so viel mehr hätte. „Traut Euch ja nicht, irgendwas mit Daten zu machen, oder wir lassen Euch bluten!“

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OceanOne Tauchroboter Demo in Stanford

Roboter tauchen in jeden Aspekt des Lebens ein und ersetzen Menschen. Wörtlich. Heute besuchten wir das Stanford Artificial Intelligence Lab und sahen eine Demonstration eines Tauchroboters, der zum Einsatz unter Wasser entwickelt wurde. Er soll bei der archäologischen und wissenschaftlichen Forschung helfen, aber auch bei der Wartung von Unterwasserinfrastruktur, wie beispielsweise Ölleitungen oder Unterseekabeln.

Gerald Brantner, Wiener Doktoratsstudent, der seit Anfang an bei der Entwicklung federführend ist, führte uns durch das Lab. Der Tauchroboter ist 180 Kilogramm schwer, und sowohl die Software der Simulation und Steuerung, als auch die Software auf dem Roboter kommt von ihm und studentischen Helfern. Weiterlesen OceanOne Tauchroboter Demo in Stanford