Der Plüschtier-Effekt bei Reisen ins Silicon Valley

Innovation ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels zwischen Idee zum richtigen Zeitpunkt, Tatendrang und Kultur des Ökosystems. Diese Elemente mögen wenig greifbar scheinen, und einige sogar unmöglich zu erlernen oder voranzutreiben, weil andere – nämlich die Kollegen im Unternehmen oder die Gesellschaft – sich ändern müssten um Innovation zu ermöglichen. Kultur ist dieses große Wort, das einschüchtert. Und vor allem weist es darauf hin, dass Kultur nur dann anders werden kann, wenn sich die Anderen ändern. Bequem eigentlich, gibt sie doch eine Entschuldigung warum man selbst nichts weiter brachte. Man hätte ja gern, aber leider standen die Anderen im Weg.

Nichts ist falscher, als diese Meinung. Kultur besteht aus vielen kleinen Verhaltensweisen. Und diese zu ändern beginnt bei jedem und jeder selbst. Eine Reise ins Silicon Valley kann dabei helfen. Sie bedeutet nicht nur, dass man selbst wahrnimmt und beobachtet, man wird dabei auch beobachtet. Wie verhalten sich die Teilnehmer in der Delegation? Was sagen sie? Wie ist ihre Körpersprache?

Und hier setze ich als Gastgeber und häufig gebuchter Redner vieler Delegationen ein Mittel ein, das solche kontraproduktiven Verhaltensweisen in humoristischer Weise für alle sichtbar aufzeigt. Ein Plüschtier. Nicht irgendeines, es muss möglichst hässlich sein. Grottenhässlich. Ekelerregend. Gräulich. Weiterlesen Der Plüschtier-Effekt bei Reisen ins Silicon Valley

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Amazon books: Die Evolution vom Online- zum Offline-Laden

Zuerst war die Website, doch nun kommen die Läden. Amazon hat sein erstes Buchgeschäft im Silicon Valley auf der Santana Row in San José eröffnet. Und das Konzept ähnelt einer Mischung aus Website mit Buchhandlung.

Zuerst mal gibt es viel weniger Leseangebot als man von üblichen Buchgeschäften gewohnt ist. Alle Bücher die käuflich erwerbbar sind, sind mit dem Cover voran zu sehen. Die Kategorien sind ein Gemisch aus üblichen, wie Sachbuch oder Kinderbücher von 4 bis 7 Jahren, aber die Auswahl nähert sich rasch der Website an. „Hoch bewertet mit 4,8 Sternen und mehr“ oder „Wenn dir das gefallen hat, dann…“. Auch eine Kategorie „Am häufigsten auf die Wunschliste gesetzt“ ist eine Kategorie.

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Nach dem Silicon-Valley-Besuch: Was jetzt?

Gut hat man sich vorbereitet, hat gelernt, dass man die Silicon-Valley-Blaupause so nicht kriegt, dafür aber viele neue, grundlegende Fragen aufgeworfen bekommt, und trotzdem oder gerade deswegen hatte man eine gute Zeit, die viele Eindrücke und Inspirationen brachte. Die Tage im Silicon Valley motivierten zu immensen Tatendrang, dem Willen die Zukunft mitzugestalten, aber irgendwie kommt es zum Halt. Wie genau soll man nun vorgehen, um das Gelernte umzusetzen und das Momentum nicht zu verlieren?

Genau das sind die Fragen die sich jeder Besucher nach einigen Tagen im Silicon Valley stellt, und hier sind ein paar Tipps, was getan werden kann.

Todo-Liste

Noch auf dem Weg zurück zum Flughafen sollten Todos verteilt werden. Durch die Notizen aus der Besuchswoche gehen, aufteilen wer was bis wann macht. Und vor allem: gleich am Dienstag sollte sich dieselbe Gruppe daheim zusammensetzen und eine Stunde durch die nächsten Schritte gehen.

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Die Silicon-Valley-Blaupause

Besucher der Innovationskapitale der Welt haben unterschiedliche Gründe warum sie kommen. Die meisten sind hier um San Francisco zu erleben und in das Gefühl einzutauchen für das es steht. Das sind die Touristen.

Doch dann gibt es jene Besucher, die kommen, weil Innovation ein heißes Thema ist. Nicht alle von ihnen kommen mit den gleichen Zielen. Einige kommen, damit sie eine schöne Lustreise auf Firmen- und Staatskosten erleben. Das sind oft Beamte und Mitarbeiter staatlicher oder staatsnaher Organisationen. Ist noch ein Minister oder sonstiger ranghoher Politiker dabei, dann geht es noch um die Gelegenheit, sich vom mitgereisten Medientross bei den Firmenzentralen von Unternehmen wie Google oder Facebook ablichten zu lassen, vielleicht auch noch einen der legendären Firmengründer die Hand schütteln zu lassen. Diese Besucher sind die unnötigsten, 95 von 100 dieser Besuche führen zu nichts, und im Silicon Valley sind die Leute mittlerweile schlecht auf diese Besuche anzusprechen. Weiterlesen Die Silicon-Valley-Blaupause

Clayton Christensens drei Arten von Innovation

In seinem mittlerweile als Innovationsbibel gehandelten Buch The Innovators Dilemma hat Harvard-Professor Clayton Christensen in den 1990er Jahren zum ersten Mal die Gründe analysiert, warum etablierte Unternehmen Innovationskraft verlieren und von Neueinsteigern überrumpelt werden. Tatsächlich stellte er fest, dass zwischen 50 und 80 Prozent der führenden Unternehmen einer Generation in der einer Disruption folgenden Generation nicht mehr unter den Top 10 Unternehmen sind.

Arbeitsplatzverluste in einer Wirtschaftskrise
Arbeitsplatzgewinne nach einer Wirtschaftskrise

Seine jüngsten Forschungen haben Clayton Christensens Fokus auf Wirtschaftskrisen und Arbeitsplatzverluste gebracht. Dabei studierte er die zehn vergangenen Wirtschaftskrisen beginnend beim Jahr 1948 bis zur letzten 2008 und wie lange es dauert bis die Wirtschaftskennzahlen und Beschäftigtenzahlen wieder auf dem Niveau vor der Krise sind. Die Arbeitsplatzverluste der sieben Wirtschaftskrisen von 1948 bis 1981 brauchten im Durchschnitt sechs Monate um wieder wett gemacht zu werden. Das heißt nach einem halben Jahr befanden sich die Beschäftigungszahlen wieder auf dem Niveau vor der Wirtschaftskrise.

Das änderte sich aber ab 1990. In dieser Wirtschaftskrise dauerte es 15 Monate um auf denselben Stand der Beschäftigung zurückzukehren. 2001 waren es dann schon 39 Monate. Und als er im Jahr 2013 den Vortrag hielt der im Video unten festgehalten ist, waren bereits fast 70 Monate seit dem Beginn der Wirtschaftskrise von 2008 vergangenen, ohne dass die Beschäftigtenzahlen den Vorkrisenstand erreicht hatten.

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Silicon Valleys Antikes Vibratormuseum

In einem Hinterzimmer eines Sexartikelgeschäfts liegt auf der Polk-Street in San Francisco ein Schatz an merkwürdigen Maschinen. Nicht unweit vom österreichischen Wirtshaus Leopold’s liegt Good Vibrations, das Silicon-Valley-Bewohnern ein Inbegriff ist, besteht das Leben doch aus mehr als nur Technologie und dem Eine-Delle-ins-Universum-machen.

Das ausreichend beleuchtet Hinterzimmer offenbart ein Sammlung an Vibratoren aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die weniger jugendgefährdend ist als gedacht, sind doch die meisten der Exponate für weniger lusterregende Körperstellen gedacht. Vom Haarmassierer zur Rückenmassagegerät sieht das meiste ziemlich harmlos aus, wären da nicht die abenteuerlich zumutenden Apparaturen und Designs. Man fragt sich ob nicht alleine der Anblick der Geräte zur Verspannung führte und diese erst die Verspannung hervorriefen?

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Apple Campus August Flyover [VIDEO]

Apple baut fleißig an seinem neuen Hauptquartier in Cupertino. Das massive UFO hat bereits ein Dach (das mit Solarzellen ausgestattet wird) und die Dimensionen sind gewaltig. 13.000 Mitarbeiter sollen einziehen Auch die Kosten: kolportierte 5 Miliarden Dollar kostet der Neubau, und Apple kann sich das leisten: Im Juni betrugen Apples Cashreserven 203(!) Milliarden Dollar

Über 9.000 Quadratmeter hat  alleine das Fitnesscenter, 28.000 qm wird das Forschungszentrum haben, und 7.000 Bäume werden den Campus umgeben. Anfang 2017 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Genug geredet, hier unten ist das Video.

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swissnex SF zieht auf den Pier 17

Die Schweizer Brückenorganisation swissnex San Francisco ist seit wenigen Tagen in einem neuen Gebäude, einer ehemaligen Lagerhalle am Pier 17 in San Francisco, gleich neben dem Kinder- und Touristenmagnet Exploratorium. Gleich nebenan im Vorderteil des langgestreckten Gebäudes befindet sich das ebenfalls neu eingezogene Schweizer Generalkonsulat.

Ich konnte einen ersten Besuch machen und wurde von der Niederösterreicherin Birgit Coleman empfangen, die mich herumführte. Noch ist alles recht chaotisch und nicht fertig eingerichtet, aber der großzügige und lichtdurchflutete Raum sieht sehr einladend aus. Mitten drinnen befinden sich zwei wie kleine Türmchen aussehende Konstrukte, die Besprechungsräume beherbergen und oben weitere Arbeitsplätze haben.  Neben den mit unbearbeiteten Pressspanplatten verkleideten Türmchen befinden sich Schreibtische, und dazwischen sogenannte Hot Desks, wo man einfach mal rein kann und sich einen Platz aussieht, wenn man die Schweizer Einrichtung besucht.

Die Art der Auslegung des Raums entspricht den in Co-Working- und Open-Innovation-Spaces üblichen, wo die Mitarbeiter nahe im Großraumbüro sitzen und interagieren können. Brauchen sie mehr Ruhe oder müssen telefonieren, dann können sie sich in Besprechungszimmer und Telefonzimmer zurückziehen. Die Zusammenarbeit in den offenen Räumlichkeiten erfordert eine andere Etikette und Disziplin als wir es von kleinen Büroräumen gewohnt sind. Lautes Sprechen ist nicht, und man achte genau ob ein Mitarbeiter vertieft in die Arbeit und somit ‚in der Zone‚ ist, oder einfach ansprechbar.

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Apple Maps Cars auf dem Highway 101

Apple hat sich für seinen Landkartendienst eine Flotte an Autos angeschafft, die die Straßen vermessen. Auf Apples Website finden sich Informationen wo und in welchem Zeitraum die Autos fahren. Dabei war ursprünglich gar nicht klar, wer hinter diesen Fahrzeugen mit den ungewöhnlichen Aufbauten steckt.

Heute auf der Fahrt von San Francisco zurück in die Bay Area am Highway 101 überholten mich gleich mehrere davon. Da Stoßverkehr war, konnte ich die Carpool-Lanes selbst nicht verwenden, aber nachdem mich das dritte Fahrzeug überholt hatte, hielt ich meine Kamera bereit. Zuerst dachte ich, es wäre ein selbstfahrendes Fahrzeug, weil die zylinderförmigen Objekte verdächtig nach einem Lidar-System aussahen. Wie man aber auf den Fotos erkennen kann prangt auf den Seitenwänden der Schriftzug Apple Maps und die URl maps.apple.com.

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Der Silicon-Valley-Kanzler

Erst ein paar Stunden im Amt als österreichischer Bundeskanzler ging Christian Kern in seiner Regierungserklärung auf das Programm und seine Ziele ein. Sehr erfreulich war dabei, dass er in seiner Vision das Silicon Valley und den Apple-Gründer Steve Jobs erwähnte.

Ende März besuchte er – damals noch als ÖBB-Chef – gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen eine Woche lang das Silicon Valley um Inspiration und Ideen zu erhalten. Gekommen war er mit dem Wissen, dass die ÖBB gut dastanden, und sie gute Schritte gesetzt hatten. Doch es schwante ihm, dass diese Schritte in Zukunft wohl nicht ausreichen würden und sie größere nehmen müssten. Nun ja, das Endergebnis war, dass sie zur Überzeugung kamen sogar noch größere Schritte zu machen und noch schneller gehen sollten. Diesen Eindruck hatten sie bereits nach der ersten Hälfte des Besuchs erhalten, als ich mich mit ihnen beim Abendessen im Roka Akor in San Francisco traf.

Und dazu muss ich offenlegen, dass ich ein Eisenbahnerkind bin und vermutlich mehr Eisenbahn im Blut habe, als der gesamte Vorstand. Mein Vater verbrachte 40 Jahre bei den ÖBB, und sowohl Groß- als auch Urgroßvater waren schon bei der Bahn.

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