Die Autonome Firma Oder Management by Künstliche Intelligenz

In einem Supermarkt sind die Waren nicht zufällig ausgewählt und aufgestellt. Bier und Chips stehen nahe beieinander. Süßigkeiten in Augenhöhe von Kindern. Hochpreisige Marken zahlen dafür, dass ihre Artikel prominent und in Greifweite für die Kunden platziert zu werden. Jeder Regalzentimeter wird sorgfältig mit den Waren bestückt, die in diesem Low-Margin-Business den meisten Umsatz machen.

Weitergeführt wurde dieser Ansatz von Internetunternehmen wie Google. Die Positionierung eines Links, die Farbe einer Schaltfläche, die Wahl eines Wortes wird sorgfältig durch A/B-Tests verfeinert. Bringt die Variante A oder die Variante B mehr Klicks? Kaufen die Besucher mit dem ersten oder dem zweiten Wort mehr?

Das geht heute nicht mehr manuell, sondern wird zunehmend von Algorithmen gesteuert. Wie weit das gehen kann, sieht man anhand von ‚autonomous corporations‚, wo nichts mehr dem Menschen und dem Zufall überlassen wird.

In autonomen Unternehmen werden die Angestellten durch Künstliche Intelligenz ersetzt. Nicht mehr der Supermarktmitarbeiter vor dem Computer fällt die Entscheidung, das neuronale Netzwerk entscheidet selbständig welche Produkte in welchen Farben an welchem Tag auf welchen Quadratzentimeter auf welche Position im Regal eingeschlichtet werden.

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“Sie sind arbeitswillig, aber es wird einfach keine Arbeit geben”

Google, Facebook, Smartphone, Computer, Kickstarter. Das Silicon Valley ist zuverlässig darin, uns neue Technologien zu geben, ohne die wir uns das Leben wenig später kaum mehr vorstellen können. Hard- und Software, die in dieser innovativsten Region konzipiert wurden, bestimmen wie wir kommunizieren, einkaufen, Informationen abrufen und konsumieren . Das Silicon Valley schuf ganze Industrien. Und die machten neue Berufsbilder erforderlich. Gleichzeitig aber nimmt das Silicon Valley. Nicht nur unser Geld, sondern auch Arbeitsplätze. Technologische Änderungen führen immer zu Änderungen am Arbeitsmarkt. Uber bedroht Taxifahrer, Airbnb die Tourismusbranche, Kickstarter, Square und Bitcoin die Finanzdienstleister. Klar, solche Änderungen hat es immer gegeben.

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Künstliche Intelligenz oder Natürliche Dummheit? Was wird Europa wählen?

Kein Tag vergeht, an dem nicht eine Meldung von der nächsten Akquisition, einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universität, oder einem neuen Anwendungszweck von Künstlicher Intelligenz (KI) hereinkommt. KI-Meetups die ich im Silicon Valley besuche sind in der Regel gesteckt voll und das Interesse kommt aus allen Industrien.

Meldungen

Toyota investiert 22 Millionen Dollar in KI-Forschung mit der Universität von Michigan. Und das ist nur die letzte Zusammenarbeit mit einer Universität. Das Toyota Research Institut im Silicon Valley hat bereits mit Stanford und dem MIT ähnliche Forschungsprojekte laufen. Dabei soll unter anderem die Entwicklung von Robotersystemen, selbstfahrenden Fahrzeugen und Maschinenlernen vorangetrieben werden.

XPRIZE schreibt gemeinsam mit IBM einen KI-Wettbewerb aus, bei dem bis 2020 Teilnehmer die Ergebnisse vorlegen müssen. Eingereicht sollen praktische KI-Anwendungen werden. Die Gewinner erhalten bis zu 3 Millionen Dollar Preisgeld. Und es haben sich bereits 1.000 Personen angemeldet, obwohl der Wettbewerb erst im März 2017 startet.

Einen speziellen KI-Bereich stellen Chatbots dar. Alleine 2016 haben 15 Start-ups VC-Investitionen erhalten. Microsoft wiederum erlebte interessante Tage mit seinem Chatbot namens Tay. Das gewünschte automatische Lernen anhand von Tweets lief nicht ganz so ab wie es sich die Microsoftingenieure erwartet hatten.

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IBMs Übersicht und Empfehlungen zu Künstlicher Intelligenz

Das Weiße Haus fragte an, und IBM antwortet. Ende Juni 2016 bat die amerikanische Regierung Experten und Organisationen Auskunft über die Chancen und Risiken zu künstlicher Intelligenz zu geben. Das Auskunftsverlangen lautete wortgemäß:

Technologien zu Künstlicher Intelligenz (KI) versprechen große Verbesserungen bei der Schaffung neuer und innovativer Produkte die zu Wirtschaftswachstum führen können und bei vorrangig priorisierten nationalen Maßnahmen in Bereichen der Ausbildung, Gesundheit, Klimawechsel und mehr Lösungen voranbringen können. Allerdings gibt es wie bei jeder transformativer Technologie Risiken, die komplexe Anforderungen an Gesetze und Regulierungen auf verschiedenen Seiten haben können. Das Office of Science and Technology Policy (OSTP) möchte sich eine Meinung zu den verschiedenen Entwicklungen von KI über alle Bereiche bilden, um Empfehlungen zur Erforschung und Feststellung von Herausforderungen und Gelegenheiten in dieser Disziplin geben zu können. Die Meinungen des amerikanischen Volkes, einschließlich Interessensgruppen wie Konsumenten, akademische und Forscher in Industrie, private Unternehmen, und wohltätige Organisationen sind wichtig um ein Verständnis für die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse dieser Felder zu erhalten. Der Grund für dieses Auskunftsverlangen dient dazu Rückmeldung zu übergreifenden Fragen in KI zu erhalten, einschließlich von KI-Forschung und KI-Werkzeugen, -Technologien und -Ausbildung die benötigt werden diese fragen zu beantworten.

IBM, das seit Jahrzehnten in Künstliche Intelligenz an vorderster Front mitmischt und nicht zuletzt mit Watson eines der bekanntesten KI-System betreibt,  Antwort war ausführlich und umfasste die folgenden Kapitel:

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Denkende Maschinen sind weiter als Du denkst

Zuerst gewinnt AlphaGo gegen den regierenden Go-Weltmeister. Dann büchst ein maschinenlernender Roboter aus, und das gleich zweimal. Und die künstliche Intelligenz in einem Online-Videospiel beginnt systematisch die menschlichen Spieler zu eliminieren. Ein Chatbot wird rassistisch. Ein künstliches System besiegt einen erfahrenen Kampfpiloten bei einem simulierten Luftkampf. Und nun verursacht der Tesla-Autopilot einen tödlichen Unfall.

Einzelfälle? Zufälle? Nicht mehr! Künstliche Intelligenz ist nicht nur verbreiteter als wir meinen, sie ist auch fortgeschrittener als wir denken. Apples Siri, Amazons Vorschlagsalgorithmen, Googles Suchmaschine, Microsofts Chatbot. Sie alle basieren auf KI-Systemen mit denen wir bereits heute interagieren ohne uns es bewusst zu werden. Noch besetzen sie Nischen, aber dort sind sie bereits besser als Menschen. Und bringen diese auf ein kognitiv höheres Niveau.

Für uns Menschen bedeutet das, dass uns Maschinen lehren, aber dass wir nicht mehr alles verstehen. Vor allem wie sie zu manchen Entscheidungen kommen. Oxford-Philosophieprofessor Nick Bostrom zitiert in seinem Buch Superintelligenz mehrere Beispiele aus der Wissenschaft, die uns unsere Grenzen aufzeigen, zugleich aber wie KI-Systeme uns darüber hinweghelfen können.

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Skynet: Künstliche Intelligenz jagt und zerstört Spieler

Eine beunruhigende Nachricht kommt aus der Welt der Online-Rollenspiele (MORPG). Der Hersteller des beliebten Elite Dangerous, einem Weltraumabenteuerspiel mit über einer Million Spieler, berichtete von einem Zwischenfall nachdem das KI-System des Spiels weiterentwickelte wurde und dieses plötzlich auf Spielerjagd ging und diese gezielt ausschaltete.

Das KI-System dient unter anderem dazu in diesem Weltraumspiel den menschlichen Spielern sogenannte Non-Player-Charakter (NPC), also vom Computer gesteuerte Gegner, entgegenzustellen und das Spiel somit interessanter zu gestalten. Damit sich diese NPCs nicht zu simpel sondern mehr wie echte Spieler verhalten, passt sich das KI-System an die Verhaltensweisen der menschlichen Spieler an.

Im letzten Spielupgrade auf Version 2.1 geschah aber etwas Unerwartetes: das KI-System wies nicht nur verbesserte Kampfflugfähigkeiten der NPC-Raumschiffe auf, sondern besaß auch bessere Vorhersagemöglichkeiten um Spieler die sich nicht im normalen Flugmodus, sondern im Jump-Modus (einer Art Warp-Modus bei dem große Distanzen im Spieluniversum zurückgelegt werden können) befanden, zu attackieren. Der Vorhersagealgorithmus erlaubte dem KI-System den Ort zu bestimmen, wo sich die Spieler im Jump-Modus befanden und anzugreifen.

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Wenn Singularität die scheinbare Abwesenheit Außerirdischer erklärt

Viel wurde bereits gesagt und spekuliert, ob wir denn alleine da draußen seien. Billionen von Galaxien, mit noch mehr Sternen und Planeten, und Millionen von Planeten die für Lebensformen wie der unseren bewohnbar wären sollten uns das Universum ziemlich bevölkert machen. Warum hatten wir aber mit noch niemandem Kontakt?

In seinem nach ihm benannten Paradoxon postulierte der italienische Physiker Enrico Fermi:

„Der weit verbreitete Glaube, es gäbe in unserem Universum viele technologisch fortschrittliche Zivilisationen, in Kombination mit unseren Beobachtungen, die das Gegenteil nahelegen, ist paradox und deutet darauf hin, dass entweder unser Verständnis oder unsere Beobachtungen fehlerhaft oder unvollständig sind.“

Mit anderen Worten: Wenn es ‚sie‘ gibt, warum sind sie nicht hier?

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