Eine schöne Frage fragen

Fragen zu stellen ist was Menschen von Primaten unterscheidet. Selbst bevor Kinder sprechen können, beginnen sie Fragen zu stellen. Die Art der Fragen ändert sich mit dem Alter. Anfänglich sind die Fragen in Form von „Was ist das?“, ändern sich dann zu „Wieso macht der Mann das?“ zu „Wie funktioniert das?“ und „Warum ist der Himmel blau?“, bis zu den Vorstellungen „Was wäre, wenn…?“ Tatsächlich stellen Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren 40.000 Fragen.

Nur sind nicht alle Fragen zugleich auch gute Fragen. „Warum wurde das bisher nicht gemacht?“, „Wer macht das?“, „Bis wann können wir damit rechnen?“, „Bin ich der Einzige, dem das Sorgen macht?“ sind Fragen, die nach Schuldigen suchen. Sie sind wie ein Kreuzverhör interogativ. Eine der dümmsten Varianten ist eine Frage der Art „Was ist unsere Version eines iPads?

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Zukünfterad und die Änderungen 1., 2. und 3. Ordnung [VIDEO]

Eine Technik die hilft die beabsichtigte und unbeabsichtigte Auswirkungen von neuen Produkten und Dienstleistungen darzustellen ist das Zukünfterad. In der Mitte befindet sich der Kreis mit dem zu betrachtenden Produkt. Die unmittelbar benachbarten Kreise stellen die gewünschten direkten Auswirkungen und Effekte meines Produktes oder meiner Dienstleistung dar. Wir nennen das die Änderungen 1. Ordnung.  Mit jedem neuen Produkt und jeder neuen Dienstleistung verstehen wir aber auch, dass wir weitere, entferntere Auswirkungen haben. Diese Auswirkungen sind vorhersehbar, wenn auch weniger klar und offensichtlich als die Änderungen 1. Ordnung. Wir nennen sie Änderungen 2. Ordnung. Und dann gibt Änderungen, die wir auch bei größter Phantasie uns nicht vorstellen können, und diese nennen wir Änderungen 3. Ordnung.

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Zukünfterad – Vorlage

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Future Benchmarking [VIDEO]

Was ist Future Benchmarking und warum ist es wichtig für Organisationen bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen? Man stelle sich vor, ein Mitbewerber bringt ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung auf den Markt und man will ein ebensolches Produkt einführen. Dazu analysiert das Produkt oder die Dienstleistung des Mitbewerbers, erstellt eine Spezifikation und einen Zeitplan. Berücksichtigt man dabei aber nicht, dass sich bis zur Einführung des eigenen Produkts das des Mitbewerbers ändern und verbessern wird, dann führt man ein Produkt ein, das sofort wieder dem des Mitbewerbers nachhinkt.

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Future Benchmarking

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Kopernikanische Methode Oder Wie lange wird es Google noch geben?

Konnte man im Jahr 1969 vorhersagen, wie lange die Berliner Mauer noch stehen wird? Wir wissen, dass sie 1989 fiel und sie ist nun länger gefallen, als sie je stand. Aber diese Frage stellte sich der amerikanische Physiker John Richard Gott bei einem Berlinbesuch ein Jahr nach Niederschlagung des Prager Frühlings.

Da niemand vorhersagen konnte, wann die Berliner Mauer – wenn überhaupt – fallen würde, auch John Richard Gott nicht, postulierte Gott, dass das Kopernikanische Prinzip in Fällen anzuwenden sei, wo nichts bekannt ist. Das Kopernikanische Prinzip, benannt nach dem Astronomen Nikolaus Kopernikus aus dem 16. Jahrhundert, beschreibt, dass Menschen keine Sonderstellung im Kosmos haben.

Umgelegt auf die Berliner Mauer im Jahr 1969 bedeutete das, dass er die Berliner Mauer mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent zu einem Zeitpunkt sah, wo sie das erste Viertel ihrer Gesamtexistenz bereits hinter sich hatte. Das heißt, aus dem Alter von acht Jahren im Jahr 1969 würde sie mit 75-prozentigem Vertrauensintervall 1993 nicht mehr stehen. Die Rechnung würde somit vom Jahr der Errichtung 1961 8 mal 4 Quartale anhalten. Das wären 32 Jahre, somit 1993. Und er sollte recht behalten, die Mauer fiel vier Jahre vorher.

Diese Methode taufte er auf den Namen ‚Kopernikus Methode‘ und wandte sie zugleich an die Lebenserwartung der Menschheit an. Zwischen 5.100 und 7,8 Millionen Jahren sollten wir bei diesem ‚Doomsday-Argument‘ mit 95-prozentigem Vertrauensintervall noch als Spezies vor uns haben, also kein Grund, dass wir oder unsere Kinder in Panik geraten. Weiterlesen Kopernikanische Methode Oder Wie lange wird es Google noch geben?

Signale kombinieren

Die Zukunft kommt nicht aus dem Nichts, sie baut auf bestehenden Bausteinen auf, die bereits existieren. Die Menschheit hat in ihrer Geschichte eine Unmenge an solchen Bausteinen geschaffen. Mit jedem weiteren Baustein steigen die Kombinationsmöglichkeiten und früher oder später wird sie jemand in einer Weise kombinieren, die zum nächsten Durchbruch verhelfen, oder das Ende einer Industrie einläuten.

Die Frage, die sich jeder stellt ist: „Wie kann ich der- oder diejenige sein?“

Sicher nicht, indem man sich zurücklehnt und alles als Hype abtut. Neues kann man nur schaffen und mitbestimmen, indem man selbst fleißig verschiedene Kombinationen von Bausteinen ausprobiert. Weiterlesen Signale kombinieren

Meldungen aus der Zukunft

Ein psychologisch überraschend mächtiges Foresight-Mindset-Werkzeug sind Meldungen aus der Zukunft. Dabei wird den Beteiligten beispielsweise die Aufgabe gegeben, aus der Zukunft zehn Jahre vom heutigen Datum einen Zeitungsartikel zu verfassen, der als Schlagzeile den Bankrott des eigenen Unternehmens schildert, mit generellen und spezifischeren Gründen für das Scheitern. Eine solche Herangehensweise steht im scharfen Kontrast zu den sonst üblichen positiven, von Erfolgstories dominierten Strategien und Visionen.

Aus der Zukunft können dabei verschiedene Arten von Meldungen und Informationen kommen: Weiterlesen Meldungen aus der Zukunft