Google Auto in schweren Unfall verwickelt

Eines von Googles selbstfahrenden Autoprototypen wurde diesen Freitag in einen schweren Unfall verwickelt. An der Kreuzung West El Camino Real aund Calderon Avenue in Mountain View in Kalifornien wurde das Fahrzeug von einem Transporter an der Beifahrertür beschädigt. Laut ersten Meldungen wurde niemand verletzt, beide Fahrzeuge mussten aber abgeschleppt werden.

Gemäß dem Unfallhergang liegt die Schuld beim von einem menschlichen Fahrer gelenkten Transporter, der das Rotlicht überfahren hat. Laut Google dauerte die Rotphase für den Gegenverkehr bereits sechs Sekunden lang, als der Transport das Rotlicht missachtete und in das auf der Kreuzung befindliche Google Fahrzeug krachte.

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Uber startet autonomen Fahrdienst in Pittsburgh [VIDEOS]

Ab sofort fahren in der amerikanischen Stahlstadt Pittsburgh autonome Uber. Schon vor einigen Tagen waren die ersten der einhundert bestellten und mit Selbstfahrtechnologie ausgestatteten Volvo XC90 ausgeliefert worden, aber seit heute sind einige der autonomen Ford Fusion auf den Straßen Pittsburghs und können von Uber-Passagieren benutzt werden.

Zwar beschränkt sich die Gegend noch um das 31 Quadratkilometer große Stadtzentrum, dieses soll aber bald ausgedehnt werden, sobald von anderen Stadtteile hochpräzise Straßenkarten von Uber-Ingenieuren erstellt worden sind. Auch sitzen hinter dem Lenkrad nach wie vor Uber-Ingenieure, die im Notfall eingreifen sollen. Im Wesentlichen übernimmt das Fahrzeug aber selbständig die Steuerung. Vom Passagier kommt als Eingabe das gewünschte Ziel.

Uber veröffentlichte dazu ein Video das uns einen ersten Einblick gibt:

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Die selbstfahrenden Ubers sind hier

Der letzte Führerscheinneuling kommt rascher als man denkt. Rief mein Beitrag auf TechCrunch (und hier auf Deutsch) vor zwei Monaten noch ungläubiges Staunen und Reaktionen wie „nicht solange ich lebe“ hervor – und das trotz all der angeführten Fakten die mir bei der Recherche zu meinem kommenden Buch Der letzte Führerscheinneuling untergekommen sind – so werden selbst diese Szenarien von der Wirklichkeit überholt und kommen schneller im Alltag an als erwartet.

In dieser Woche überschlugen sich nämlich die Ereignisse und Meldungen zu selbstfahrenden Fahrzeugen. Am Dienstag kündigte Ford-CEO Mark Fields bei einem Besuch in Palo Alto für 2021 selbstfahrende Autos an. Und nicht nur selbstfahrende Fahrzeuge. Als erster der großen OEMs sollen bei den Ford-Fahrzeugen keine Lenkräder und Pedale drin sein. Das ist eine radikale Ankündigung und unterscheidet sich von deutschen Herstellern, die zwar auch Selbstfahr-Initiativen haben, aber noch nicht vom Lenkrad los wollen.

Kaum war diese Meldung verdaut schlägt Uber mit gleich zwei Ankündigungen zu. Zuerst kündigt man die Akquisition des gerade erst aus dem Stealth-Mode gekommenen und auf selbstfahrende LKWs spezialisierten Google-Spinoff Ot.to an (hier ein Video eines Ot.to-LKWs in freier Wildbahn in Palo Alto). Die Otto-Technologie soll übernommen und integriert werden und der Ot.to-CEO die gesamte Selbstfahrinitiative bei Uber leiten. Der Kauf des gerade mal ein paar Monate alten Start-ups soll um kolportierte 680 Millionen Dollar vor sich gegangen sein. Bei weniger als 100 Mitarbeitern und einem bisher aus Eigenmitteln finanzierten Start-up bedeutet das 7,5 Millionen pro Kopf und Nase.

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Selbstfahrender LKW in der Wildnis entdeckt

In der Zwischenzeit ist man es gewohnt eines von Googles selbstfahrenden Fahrzeuge in und um Mountain View zu sehen. Selbst auf einer kurzen Fahrt begegnet man mindestens zwei (wie heute beispielsweise) bis zu zehn verschiedenen in nur 5 Minuten. Das zeigt wie intensiv die Unternehmen an dieser Technologie arbeiten. Insgesamt haben 14 Unternehmen heute eine Lizenz ihre selbstfahrenden Prototypen in Kalifornien auf öffentlichen Straßen zu testen, und sie tun es fleißig. Es ist aber noch rar, einen selbstfahrenden LKW auszumachen, obwohl zumindest drei Unternehmen hier daran arbeiten. Peloton, Ot.to und Vivify Trucks heißen diese und heute sah ich zum ersten Mal einen autonomen Ot.to LKW auf dem Highway 101.

Von selbstfahrenden LKWs wird erwartet, dass sie die ersten autonomen Fahrzeuge sind die flächendeckend in Verkehr gebracht werden. Zwar gab es bereits erste öffentliche Versuche von Bussen auf Universitätsgeländen und sogar 22 selbstfahrende LKWs im australischen Bergbaugebiet Rio Tinto, aber es gibt gute Gründe warum LKWs zu den ersten autonomen Fahrzeugen zählen werden. Erstens ist im Vergleich zum Preis eines LKWs der Aufpreis für die autonome Hardware und Software nicht mehr ausschlaggebend. Zweitens ist dieses Geld sofort wieder durch Einsparungen bei den Fahrern herinnen. Diese braucht man dann nicht mehr. Drittens müssen fahrerlose LKWs keine vorgeschriebenen Ruhepausen einhalten und können somit ohne Stopp unterwegs sein bis sie das Ziel erreicht haben. Viertens ist die Entwicklung der Technologie für die Fahrt auf der Autobahn vergleichsweise einfach. Der Verkehr fließt nur in eine Richtung, die Geschwindigkeit ist zumeist konstant, es kreuzen keine Fußgänger oder es belegen keine Radfahrer die Spur, und es gibt weniger Signale und Schilder.

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Elon Musks Masterplan Teil 2 enthüllt

Heute hat Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk den zweiten Teil seines Masterplans enthüllt. Den ersten Teil hat er fast auf den Tag genau vor 10 Jahren veröffentlicht (2. August 2006). ich habe den gesamte zweiten Teil für Euch ins Deutsche übersetzt und er beinhaltet einige interessante Aspekte, inklusive wie eine Autofabrik der Zukunft und Bustransport aussehen soll, und wie man sein eigenes selbstfahrendes Auto zum Geld verdienen einsetzen wird können.

Hier aber meine vollständige Übersetzung ins Deutsche:

Der erste Teil meines Masterplans  den ich vor 10 Jahren geschrieben habe steht vor der Vollendung. Es war nicht so kompliziert und bestand aus folgendem:

  1. Produziere ein Auto in kleiner Serie, das notwendigerweise teuer sein müsste.
  2. Verwende das Geld um ein Fahrzeug zu einem niedrigeren Preis mit größerer Stückzahl zu bauen.
  3. Verwende diese Geld um ein erschwingliches Auto in hohen Stückzahlen zu produzieren. Und…
  4. Stelle Solarenergie bereit. Ohne Scherz, das steht wirklich seit 10 Jahren auf unserer Website.

Der Grund warum wir mit Schritt 1 beginnen mussten war, dass alles was ich mir leisten konnte mit dem Geld von Paypal. Ich dachte, dass unsere Chancen erfolgreich zu sein so niedrig wären, dass ich nicht das Geld von anderen riskieren wollte. Die Liste der erfolgreichen Autostart-ups ist kurz. Mit 2016 ist die Anzahl der amerikanischen Autounternehmen die nicht bankrott gingen auf zwei geschrumpft: Ford und Tesla. Ein Automobilunternehmen zu starten ist idiotisch und dann noch dazu ein Elektroautostart-up ist idiotisch zum Quadrat.

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Online-Ingenieursabschluss für selbstfahrende Fahrzeuge

Der ehemalige Google-Chef für selbstfahrende Fahrzeuge Sebastian Thrun bietet bald einen Onlinekurs an, der Teilnehmer zu einem Ingenieur für autonome Fahrzeuge ausbildet. Der Kurs wird folgendermaßen angepriesen:

Selbstfahrende Autos werden die Art wie wir leben revolutionieren. Es handelt sich um ein transformierende Technologie die die letzten Trends von Robotik, Maschinenlernen, Informatik und Maschinenbau miteinander verknüpft. In diesem Kurs wirst du das Handwerk und die Techniken kennenlernen, die von den Entwicklungsabteilungen von führenden Technologieunternehmen für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge eingesetzt werden.

Vor einem Jahr habe ich bereits einen ersten Kurs von Sebastian Thrun absolviert, der an dasselbe Thema in einfacher Weise heranführte. Er ist es absolut wert gewesen, um die Technologie und die Algorithmen dahinter besser zu verstehen. Mehr dazu in meinem Artikel Selbstfahrende Autos selbst programmiert. Ergänzend zum Kurs wird auch einer für Maschinenlernen empfohlen.

Warum nun soll man sich für den Kurs interessieren?

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Analyse: Teslas erster tödlicher Unfall

Jetzt ist es passiert: ein Teslafahrer verunglückte tödlich in einem Tesla. Ist das nunmehr das Ende von selbstfahrenden Fahrzeugen? Wirft das die Entwicklung um Jahre zurück? Nicht unbedingt, denn wie so oft er Fall, kommen hier ganz bestimmte Umständen zusammen. Und das sehen wir uns an.

Zuerst ist hier interessant, wie der Unfall zustanden kam. Laut ersten Berichten war der Wagen mit eingeschaltetem Autopiloten unterwegs. Gemäß einem Blogeintrag von Tesla passierte am 7. Mai 2016 folgendes:

Weder der Autopilot noch der Fahrer bemerkten die weiß gestrichene Seite eines Lastwagenanhänger gegen helles Sonnenlicht, deshalb aktivierten die Bremsen nicht. Die Höhe des Sattelschleppers in Kombination mit dessen Position auf der Straße – eine äußerst rare Zusammenkunft von Umständen – riefen eine Kollision hervor, die das Modell S unter den Anhänger schoben, wobei die Anhängerunterseite mit der Windschutzscheibe des Modell S kollidierte.

Der links in eine Seitengasse abbiegende Sattelschlepper blockierte damit die Straße für den entgegenkommenden Verkehr. Und für so ein Szenario sind diese Kamerasysteme nicht ausgelegt. Sie sind darauf spezialisiert Auffahrunfälle zu vermeiden. Der Sattelschlepper von de Seite her betrachtet erschien dem System offensichtlich von den Sensorsignalen aus wie ein überhängendes Straßenschild. Damit lässt sich auch das Verhalten des Autos erklären, das nach dem Unfall zuerst mal weiter fuhr und erst dann zum Stehen kam.

(C) Electrek

Auch reden wir hier von Autobahngeschwindigkeiten, die die Reaktionszeit drastisch herabsetzen. Es kann aufgrund einer ersten Unfallanalyse auch ein Fehlverhalten des LKW-Fahrers vorliegen, der vielleicht auch ohne dem Autopilot-Modus zu einem solchen Unfall geführt hätte.

Ist damit nun das Horrorszenario eingetreten, das immer wieder hervorgerufen wird, nämlich das Trolley-Problem? Ist damit autonomes Fahren weg vom Fenster weil gezeigt wurde, dass es nicht funktioniert?

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Tüt tüt! Wenn selbstfahrende Autos hupen…

Google hat den allmonatlichen Bericht zu selbstfahrenden Fahrzeugen für Mai veröffentlicht und kommt mit einer kleinen Überraschung. Die Autos wurden mit einer Hupe ausgestattet die vom Computer unter bestimmten Umständen ausgelöst werden. Der Algorithmus bestimmt dabei, ob es sich um eine brenzlige Situation handelt und ob gehupt werden muss. Ein Hupsignal wird getätigt, wenn ein anderes Fahrzeug zu nah einen Spurwechsel vornimmt und dabei das Google-Fahrzeug gefährdet. Oder wenn ein Auto aus einer Ausfahrt sich einordnen will und nicht klar ist, ob der Fahrer das Google-Auto gesehen hat. Oder gar, wenn ein Fahrzeug die falsche Richtung genommen hat und dem Google Fahrzeug auf der falschen Spur entgegenkommt. Zweimal kurz gehupt wird, wenn ein Fahrzeug vor dem Google-Auto zurück schiebt.

Bis vor kurzem war das Hupen nur im Auto angezeigt, damit die Testfahrer dem Fahrzeug mitteilen konnten, ob das Hupsignal angemessen war, oder ob das Fahrzeug die Fahrsituation falsch verstanden hat. Die Algorithmen im selbstfahrenden Fahrzeug kommen zwar mit einer Reihe an vorprogrammierten Regeln, aber die Wirklichkeit ist komplexer. Deshalb werden all die Fahrsituationen abgefahren und eine Datenbasis aufgebaut, die mit den manuellen Korrekturen der Mitarbeiter zu einem besseren Set an Reaktionen verknüpft werden.

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Interessante Daten aus Kalifornien zu autonomen Fahrzeugen

Die kalifornische Verkehrsbehörde DMV hat auf ihrer Website ein paar interessante Berichte zu autonomen Fahrzeugen. Diese müssen von den für Testfahrten lizenzierten Unternehmen jährlich berichtet werden. Ein Bericht ist der Autonome Vehikel Abschaltungsbericht der zum ersten Mal mit 1. Jänner  2016 fällig war. Er beinhaltet alle Zwischenfälle bei denen entweder das selbstfahrende Fahrzeug oder ein menschlicher Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug übernimmt.

Ein weiterer Bericht ist der Bericht zu Unfällen mit einem autonomen Vehikel.

Zum aktuellen Stand (31. Mai 2016) hat die DMV insgesamt 13 Lizenzen für den Test von selbstfahrenden Fahrzeugen auf den Straßen Kaliforniens ausgestellt. Die Firmen umfassen:

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Warum selbstfahrende Autos so stockhäßlich sind

Schön sind sie nicht. Schnittig sehen sie nicht aus. Geben wir’s zu: sie sind hässliche Kröten. Wir reden über die selbstfahrenden Autos von Google. Sie ähneln diesen kleinen Buggy-Autos für Kinder, die in den knalligen Farben daher kommen. Und Google scheint das noch zu betonen, indem sie knallig bunte Folienkunst an den Seitentüren der Autos anbringen. Aber warum sind sie eigentlich so hässlich? Hat Google keinen Sinn für Design?

Und es stimmt, sie sind hässlich. Und müsste man sich beim Kauf entscheiden, würden wir sicherlich nicht das Google Auto wählen. Wir dürfen aber nicht übersehen, dass sich das Produkt Auto ändert. 100 Jahre lang war das gängige Geschäftsmodell, dass wir ein Auto kauften und exklusiv benutzten. Wir mussten uns um den Parkplatz sorgen, die Wartung des Fahrzeugs, ums Tanken und die Bezahlung aller Gebühren. Ein nicht unwesentlicher Teil des Haushaltsbudgets geht für den fahrbaren Untersatz drauf. Vor allem Städten mit Parkplatzknappheit und Verkehrsstaus verschärfen sich die Herausforderungen die an den Autobesitz gehen. Kein Wunder, dass viele Städter bereits darauf verzichten oder darauf verzichten wollten, gäbe es eine einfache und bequeme Lösung.

Und die kommt mit autonomen Fahrzeugen. Diese sind nicht der einzige Innovationsschub. Sharing-Services wie Uber oder Lyft ermöglichen es Stadtbewohnern relativ rasch, bequem und günstig sich in der Stadt zu bewegen. Selbst wenn ich ein Taxi statt einem Uber verwende, welche Art von Auto mich da transportiert wird nebensächlich. Ob ich zehn Minuten in einem Prius oder Mercedes sitze ist egal, genauso ob es rot, gelb oder dunkelblau ist. Wichtiger ist, dass ich schnell und sicher zum Ziel kommen, und auf dem Weg mein Smartphone aufladen kann. Autonome Fahrzeuge werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest in Stadtgebieten nicht mehr von individuellen Konsumenten besessen werden, sondern von Transportunternehmen. Das Aussehen des Wagens wird nebensächlich.

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