Design Thinking für Kinder kommt nach Europa

Design Thinking ist nicht nur etwas für Erwachsene die auf der Suche nach Ideen für Innovation im Unternehmen sind, sondern auch für Kinder. Gigi Read, meine frühere SAP-Team-Kollegin, führt seit zwei Jahren Design-Thinking-Workshops für Kinder im Alter ab 10 Jahren durch. Was ursprünglich mit einem kurzen Programm begann, ist mittlerweile zu einem ausgewachsenem Workshop geworden. Kinder lernen anhand von Geschichten welche Probleme die Menschen plagen, und lernen dann wie sie strukturiert Lösung dazu finden können. Mit Zeichnungen und Plastillin konstruieren die Kindern in Kleingruppen Prototypen, verwenden 3D-Drucker und pitchen dann vor der versammelten Klasse ihre Lösungen.

Die Workshops selbst beschränken sich dabei nicht nur auf das reine Design Thinking, sondern umfassen auch Scratch-Programmieren, mit denen dann Roboter gesteuert oder Videospiele erstellt werden. Die Kinder lernen dabei, dass sie nicht nur macht- und hilflose Wesen sind, sondern dass sie selbst die Möglichkeiten haben Lösungen zu finden, egal wie alt sie sind.

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WeWork erhält weitere $260 Millionen

WeWork Tapete

Der Co-working und Büroraumvermieter WeWork hat in einer weiteren Investmentrunde 260 Millionen Dollar aufgestellt. Damit hat das Unternehmen bereits 690 Millionen erreicht beieiner Bewertung von 16,9 Milliarden Dollar.

WeWork bietet Büros, Schreibtische und virtuelle Büros in über 200 Städten weltweit an. Das Angebot wird dabei von Start-ups und Kleinfirmen genutzt, die ihr eigenes Büro haben aber doch in eine Gemeinschaft eingebettet sein wollen. Alleine in San Francisco betreibt WeWork drei Niederlassungen, die oft mehrere Stockwerke oder sogar das ganze Gebäude komplett für sich beanspruchen.

Hier sind ein paar Eindrücke von WeWork-Räumlichkeiten in San Francisco.

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Fallstudie: Als Kodak das Momentum endgültig verlor

Für viele Jahrzehnte war der Kodak Moment synonym mit Erinnerungen festhalten. Augenblicke au Film zu bannen und für die Ewigkeit auf Filmpapier zu drucken ist für jeden der noch eine Schuhschachtel mit Fotos sein Eigen nennt greifbar. Doch den Kodak Moment gibt es nicht mehr, und Kodak auch nicht – zumindest nicht in der Form wie wir das Unternehmen kannten.

In einem Beitrag auf Harvard Business Review gibt Scott Anthony eine gute Einsicht wie es zum Niedergang von Kodak kam. Es war nicht nur ein Moment, der Kodak zu Fall brachte, sondern eine Reihe von kleinen Änderungen in der Technologie, dem Markt, dem Geschäftsmodell unterstützt von zu langsamen oder zu schnellen und teilweise auch falschen Reaktionen des Kodakmanagements. Es konnte sich niemand vorstellen, dass die Menschen Fotos nicht mehr ausdrucken, sondern digital ansehen würden. Das ganze Kodakgeschäftsmodell war darauf ausgerichtet Filmpapier zu verkaufen.

Dabei war Kodak seiner Zeit voraus. Steve Sasson, 1975 ein junger Kodakingenieur, bastelte die erste Digitalkamera. Aus nicht mehr als einem Kassettenrekorder, einer Festplatte, Computer und einem Objektiv baute er ein klobig aussehendes Gerät. Und praktisch war es auch nicht. Zwanzig Sekunden benötigte eine Aufnahme, sehr niedrig war die Qualität des Bildes, und das Betrachten am Fernsehschirm machte das Bild auch nicht besser. Heute steht der Prototyp im Smithsonian Museum.

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Clayton Christensens drei Arten von Innovation

In seinem mittlerweile als Innovationsbibel gehandelten Buch The Innovators Dilemma hat Harvard-Professor Clayton Christensen in den 1990er Jahren zum ersten Mal die Gründe analysiert, warum etablierte Unternehmen Innovationskraft verlieren und von Neueinsteigern überrumpelt werden. Tatsächlich stellte er fest, dass zwischen 50 und 80 Prozent der führenden Unternehmen einer Generation in der einer Disruption folgenden Generation nicht mehr unter den Top 10 Unternehmen sind.

Arbeitsplatzverluste in einer Wirtschaftskrise
Arbeitsplatzgewinne nach einer Wirtschaftskrise

Seine jüngsten Forschungen haben Clayton Christensens Fokus auf Wirtschaftskrisen und Arbeitsplatzverluste gebracht. Dabei studierte er die zehn vergangenen Wirtschaftskrisen beginnend beim Jahr 1948 bis zur letzten 2008 und wie lange es dauert bis die Wirtschaftskennzahlen und Beschäftigtenzahlen wieder auf dem Niveau vor der Krise sind. Die Arbeitsplatzverluste der sieben Wirtschaftskrisen von 1948 bis 1981 brauchten im Durchschnitt sechs Monate um wieder wett gemacht zu werden. Das heißt nach einem halben Jahr befanden sich die Beschäftigungszahlen wieder auf dem Niveau vor der Wirtschaftskrise.

Das änderte sich aber ab 1990. In dieser Wirtschaftskrise dauerte es 15 Monate um auf denselben Stand der Beschäftigung zurückzukehren. 2001 waren es dann schon 39 Monate. Und als er im Jahr 2013 den Vortrag hielt der im Video unten festgehalten ist, waren bereits fast 70 Monate seit dem Beginn der Wirtschaftskrise von 2008 vergangenen, ohne dass die Beschäftigtenzahlen den Vorkrisenstand erreicht hatten.

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SpaceX: Wie ist das nun mit Sex im Weltraum?

Jetzt nachdem Elon Musk, CEO von SpaceX und von Tesla, seine Pläne zur Besiedelung des Mars näher ausgeführt hat, stellt sich für uns die Frage, wie das nun mit der wichtigsten Nebensache der Welt auf einer monatelangen Reise eigentlich funktionieren soll. Nicht, dass wir damit vor einem superdringlichen Problem stehen, sind doch die ersten Marsflüge erst in einem Jahrzehnt realistisch und selbst da müssen noch viele Hindernisse gelöst werden.

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