Das Industrie-Dilemma im Zeichen der Digitalen Revolution

Am Beispiel von Porsche und Tesla habe ich bereits das Dilemma von etablierten Unternehmen aufgezeichnet wenn es darum geht auf Neueinsteiger zu reagieren, die sehr dynamisch und mit viel Kapital ausgestattet disruptive Ideen umsetzen können und dabei nicht von Altlasten behindert werden. Diese Altlasten und damit einhergehenden Prozesse können zu einer unüberwindbaren Hürde für traditionelle Unternehmen werden und sie angesichts neuer Produkte und Dienstleistungen chancenlos zu machen.

Das ist das Industrie-Dilemma dem viele Unternehmen in einer Periode der digitalen Revolution ins Auge sehen. Netscape-Gründer Marc Andreessen beschrieb das vor Jahren bereits mit der Bemerkung, dass „Software die Welt verschlingen wird.“ Ohne Software wird keine einzige Branche mehr überlebensfähig sein. Angefangen von Maschinensteuerung, zu Automobilen, Pflegeberufen, ja selbst zur Landwirtschaft die Wasser- und Düngemittelbedarf durch Sensoren auf den Feldern und Drohnen- und Satellitenüberwachung berechnen wird, reicht das Spektrum über das ganze menschliche Schaffen. Weiterlesen Das Industrie-Dilemma im Zeichen der Digitalen Revolution

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Das leidige Thema von Innovationsjurys

Intrapreneurship-Programme und Hackathons werden typischerweise mit Jurys besetzt, die eine Auswahl der eingereichten Ideen treffen sollen. Nicht jeder Vorschlag kann gefördert werden und Kriterien die die besten Ideen identifizieren werden erstellt. Die Jurys selbst sind mit Experten und erfahrenen Personen aus der Geschäftsleitung zusammengestellt. Leider ist es gar nicht so einfach gute Ideen zu identifizieren. Ideen sind nämlich billig und ein schlechtes Team kann selbst aus der besten Idee nichts machen. Vieles was wir heute als selbstverständliche Technologie oder Methodologie ansehen war bei ihrer Einführung zuerst als lächerlich angesehen oder sogar stark angefeindet worden.

Eine Jury ist dagegen ebenso nicht immun. Gerade firmeninterne Jurys tendieren dazu von Managern bevölkert zu sein, die aufgrund ihres Titels oder durch ihre Ausführungsaktivitäten, aber nicht in ihrer Eigenschaft als erforschende und suchende Innovatoren mit vielen eigenen Entdeckungsaktivitäten bekannt sind. Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung illustriert das. Bei einem Hackathon in Bangalore stellte ein Team eine Smartphone App vor mit der Reisebelege fotografiert und automatisch in das Reisekostenabrechnungssystem eingetragen wurden. Eine Lösung die sich jeder der im Publikum Anwesenden wünschte. Nichts ist langweiliger und nerviger als Reisekostenbelege einzutragen. Eines der drei Jury-Mitglieder, ein Senior Vice President, meinte dazu nur, dass er keine Anwendung dafür sehen würde. Diese App brauche niemand. Das Erstaunen im Publikum war greifbar. Dieser Manager hatte kein Problem damit, er gab seine Reisekostenbelege nie selber ein sondern überließ diese Arbeit seiner Sekretärin.

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Google Streetview auf Hamburgs Miniatur Wunderland

Googles Streetview Autos fahren nicht nur in der wirklichen Welt herum, sondern seit neuestem auch in Modellwelten wie dem Miniatur Wunderland in Hamburg. Vor einigen Jahren hatte ich diesen Ort in Hamburg mal besucht und es ist ein beeindruckendes Erlebnis. 15.000 Meter an Geleisen, 1.000 Züge auf einer FLäche von 1.300 Quadratmetern. Man kann Tage darin verbringen und hat trotzdem nicht alle Details gesehen.

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Deutsche Elektrofahrzeuge gestern und heute? [VIDEO]

Wie sieht’s mit der Elektromobiltät in Deutschland aus? Zwei Video die das Gestern und Heute zeigen und dabei eine ernüchternde Bilanz ziehen. Deutschland ist Schlusslicht im direkten europäischen Umfeld. Von fehlenden Ladestationeninfrastruktur, keiner eigenen Batterieproduktion, Autobauer die nur Förderungen verlangen aber nichts liefern und zugleich mit Überheblichkeit glänzen, und geschönten Abgasmessungen (und nicht erst seit dem Dieselskandal). Aber seht doch selbst.

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Silicon Valley Porträts: Aurora Chisté

Ein wichtiges Element meines Buches sind Porträts von Leuten im Silicon Valley. Die meisten wurden nicht in den USA geboren und haben irgendwann einmal den Sprung gewagt. Und sie beschreiben aus ihrer Sicht, was das Silicon Valley so anders macht im Vergleich zu ihren eigenen Herkunftsländern. Was alle Porträts gemein haben ist dass die Interviewten leidenschaftlich hinter ihrer Arbeit stehen und auch ihren Heimatländern zurück geben möchten.

This text is also available in English.

Porträt Aurora Chisté

Wer kann schon von sich behaupten eine waschechte Venezianerin zu seinem Freundeskreis zu zählen? Mir ist das Kunststück gelungen, als ich das erste Mal Aurora Chisté über den Weg lief. Sie war beim italienischen Gamification-Startup Beintoo als Business Development und Marketing Managerin tätig.

Aurora ist sicherlich eine der inspirierendsten und dynamischsten Persönlichkeiten die ich je kennen gelernt habe. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin ist ein Bündel an Energie, eine Netzwerkerin par excellence, und ansteckend in ihrem Enthusiasmus um eine Delle ins Universum zu machen.

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10 Tipps für Tesla-Killer

So oft hören wir aus den Nachrichten von diesem Hersteller oder jenen, dass sie nun den Tesla-Killer haben. Das Fahrzeug, das so viel besser ist, dass Tesla (oder andere Elektrofahrzeughersteller) auf der Stelle tot umfallen werden. Dabei gibt es einige Möglichkeiten auf indirekte Weise Tesla den Garaus zu machen. Ich habe hier einige praktische Tipps zusammen gestellt.

Ladestationen

#1 Installiere Ladestationen auf der Autobahn nur in einer Richtung. Stuttgart Richtung München, alles klar! Von München zurück nach Stuttgart? Wer braucht denn das? Übrigens: da gibt’s ein tolles Förderprogramm von der Bundesregierung. Halte doch einfach die Hand auf.

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Design Thinking anhand von Beispielen

Das IT Team eines mittelständischen Unternehmens wollte das Telefonkonferenzsystem verbessern und hatte gewisse Vorstellungen welche Anbieter in Frage kamen und welche neue Funktionalitäten das System bieten sollte. Bevor das Team allerdings eine Entscheidung traf, wollten sie sich noch mit Benutzern des Telefonkonferenzsystems treffen um diese zu ihren Wünschen zu befragen. Eine erste Kandidatin war eine Außendienstmitarbeiterin, die dieses Jahr die zweit-meisten Geschäftsabschlüsse getätigt hatte. Man rief sie an und machte sich einen Termin mit ihr aus.

„Aber gerne stehe ich bereit. lasst mich einen Besprechungsraum buchen, dann kann ich euch schildern, wie ich mit den Kunden telefoniere,“ schlug sie vor. Das team aber bestand darauf sie in ihrem Büro zu treffen. Dort befanden sich neben Computer, Monitor, drei Telefonen, Familienbildern, Blumen und Unterlagen alles was sie zur täglichen Arbeit benötigte. Das Team setzte sich um sie herum und beobachtete sie. Sie begann eine Telefonkonferenz. Sie nahm den Hörer ab, wählte eine Nummer, sprach kurz mit dem Kunden am anderen Ende der Leitung, und legte den Hörer auf den Schreibtisch. Sie nahm den zweiten Hörer ab, wählte eine weitere Nummer und hatte eine Kollegin am Telefon. Auch diesen Hörer legte sie auf den Schreibtisch und sie wiederholte diesen Schritt mit dem dritten Telefon und mit ihrem Handy. So hatte sie vier Gesprächsteilnehmer gleichzeitig auf vier Leitungen, sie beugte sich über die Hörer und begann die Telefonkonferenz.

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