Das Reverse Mooresche Gesetz

Alle 12-24 Monate verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren und damit die Geschwindigkeit von Mikroprozessoren. Diesen Zusammenhang stellte der Intel-Gründer Gordon Moore Mitte der 1960er Jahre fest. Dieser rasch als Mooresche Gesetz bekannt gewordene Zusammenhang erfüllte sich auch. Die exponentielle Entwicklung von Computer und Speichertechnologie hält nach wie vor an.

Gordon Moore selbst sah das nicht als Gesetz, sondern mehr als selbsterfüllende Prophezeiung. Jedes Unternehmen kannte es und plante darauf hin. Tat man das nicht, konnte man sich sicher sein, dass die Mitbewerber es befolgen und danach planen werden. Und schon war man weg vom Fenster. Also strengte sich jeder an.

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Kennst du dein persönliches Mission Statement?

Vor ein paar Jahren entfiel kurzfristig ein geplanter Termin beim Besuch einer Delegation im Silicon Valley. Um die Zeit zu überbrücken saßen wir mit der Handvoll Teilnehmer in einem Café und improvisierten. Dabei kamen wir auch auf Mission Statements, diese oft lang gewundenen, zur Inspiration gedachten Firmenziele und -motivation zu sprechen, und wie unverständlich sie oft wären. Oft gibt die Anzahl der Wörter in einem Mission Statement einen Einblick, wie viele Manager daran bei einem Offsite beteiligt waren. Ist es 60 Worte lang, waren 60 Manager daran beteiligt.

Abgesehen von der Länge sind sie auch oft mit aktuellen Buzzwords vollgespickt, die nichtssagend sind, die man sich überhaupt nicht merken kann, und oft aktuellen Moden folgen. Dabei sind gerade die kürzesten Mission Statements am effektivsten.

Tesla: Den Umstieg der Welt auf erneuerbare Energieträger zu beschleunigen. (Tesla’s mission is to accelerate the world’s transition to sustainable energy.)

Southwest Airlines: Menschen mit dem verbinden was in ihrem Leben wichtig ist mit freundlichem, zuverlässigem und günstigen Flugverkehr. (To connect People to what’s important in their lives through friendly, reliable, and low-cost air travel.)

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Nach dem Silicon-Valley-Besuch: Was jetzt?

Gut hat man sich vorbereitet, hat gelernt, dass man die Silicon-Valley-Blaupause so nicht kriegt, dafür aber viele neue, grundlegende Fragen aufgeworfen bekommt, und trotzdem oder gerade deswegen hatte man eine gute Zeit, die viele Eindrücke und Inspirationen brachte. Die Tage im Silicon Valley motivierten zu immensen Tatendrang, dem Willen die Zukunft mitzugestalten, aber irgendwie kommt es zum Halt. Wie genau soll man nun vorgehen, um das Gelernte umzusetzen und das Momentum nicht zu verlieren?

Genau das sind die Fragen die sich jeder Besucher nach einigen Tagen im Silicon Valley stellt, und hier sind ein paar Tipps, was getan werden kann.

Todo-Liste

Noch auf dem Weg zurück zum Flughafen sollten Todos verteilt werden. Durch die Notizen aus der Besuchswoche gehen, aufteilen wer was bis wann macht. Und vor allem: gleich am Dienstag sollte sich dieselbe Gruppe daheim zusammensetzen und eine Stunde durch die nächsten Schritte gehen.

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Die Macht digitaler Unternehmen

Seit man sich in Deutschland mit der digitalen Revolution befasst, entsteht der Eindruck einer überwältigenden Kraft, die europäische Unternehmen dabei ist zu treffen. Manche Industrien sind dabei schon weiter betroffen, als andere. Die Medienbranche ist schon seit Jahren mitten drin in einer sich kontinuierlich ändernden Landschaft. Andere Industrien stehen unmittelbar davor, wollen die Änderungen aber nicht wahrhaben.

Auch wenn diese Kraft gespürt wird, ist sie selten in Zahlen gefasst. Dabei gingen bereits vor Wochen die Meldungen durch die Presse, als Tesla das wertvollste amerikanische Automobilunternehmen wurde. Und das bei einem hundertstel der produzierten Menge an Fahrzeugen. Heute steht Tesla knapp davor mit BMW den ersten deutschen Hersteller an Marktkapitalisierung zu überflügeln.

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Eindrücke von der größten Maker Faire 2017 in San Mateo [Bildergalerie]

Bereits zum zwölften Male fand dieses Wochenende die Maker Faire in San Mateo, mitten im Silicon Valley statt. Und sie ist wie jedes Jahr extrem inspirierend und erschöpfend im positiven Sinn. Von Projekten für Lichtinstallationen, Musik, großen Kampfrobotern, Steampunk-Mode, Food-Workshops, Drohnenkämpfen und Feuerinstallationen befinden sich auch Tesla-Coils die Musik machen und Bastelecken für die Kleinsten. Und man kann alle möglichen Werkzeuge und Bastelkits vor Ort nicht nur ausprobieren, sondern auch erwerben.

Meine eigene Beute bestand aus drei Kits: einem Raspberry Pi 3, einem Lötkit für Anfänger (das hatte ich schon lange vor), und einem Clean Energy from Mud-Kit, wo man aus Dreck und Mikrobakterien Strom gewinnen kann. Des weiteren habe ich einige Bücher ergattert, die mit vielen Projektideen aufwarten, aber auch das in ungewöhnlicher Form an Kinder ranbringen: nämlich mittels Comics.

Auch wenn es heute in über 190 Städten Maker Faires gibt, die in San Mateo bleibt mit über 150.000 Besuchern und 1.300 Ausstellern die Vorzeigeveranstaltung. Die Besucher kamen aus über 50 Ländern und es ist erstaunlich, wie viele Kinder nicht nur unter Besuchern sind, sondern auch als Aussteller aktiv sind.

Wer einen Eindruck erhalten will, was man so alles sieht, hier ist ein Video mit verschiedensten Eindrücken, und weiter unten dann noch eine ganze Bildergalerie.

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Brauchen wir Programmieren als Unterrichtsfach?

“Ich finde Kinder sollten nicht lesen lernen, denn das hilft ihnen nicht Literatur zu verstehen. Und dass Lesen und Schreiben ein Pflichtfach ist, halte ich für die falsche Richtung. Es sollte freiwillig sein. Nicht jedes Kind wird schließlich das Lesen oder Schreiben brauchen.”

Irrsinn? Klar, aber genau so stelle ich mir die Diskussionen Mitte des 18. Jahrhunderts vor, als unter Maria Theresia die Schulpflicht eingeführt worden war. Anfang des 21. Jahrhunderts finden wir uns vor einer ähnlichen Diskussion, nämlich ob wir Programmieren als Unterrichtsgegenstand in Schulen einführen sollen. Dazu müssen wir erst mal verstehen, was “Programmieren” eigentlich ist.

Wir sind von Software so umgeben wie von Luft

Programmieren ist die Kunst, einer Maschine eine Anleitung zu geben, wie sie Tätigkeiten auszuführen hat. Die Anleitung wird in Form einer Programmiersprache der Maschine übermittelt, das Ergebnis ist Software, der als Quellcode für den Menschen lesbar ist. Fast alles, womit wir zu tun haben, wird von Software gesteuert oder geht durch eine softwaregesteuerte Maschine. Wenn wir unser Smartphone benutzen, dann verwenden wir Millionen Zeilen an Softwarecode. Wenn wir mit einem Auto an einer Ampel warten, dann steuern Millionen von Softwarezeilen die Ampel und das Auto. Wenn wir ein Foto mit einer modernen Kamera aufnehmen, dann steckt da Software dahinter. Wenn wir dieses Foto auf Facebook oder Instagram posten, dann tun wir das auf Softwareplattformen die Millionen Zeilen an Code haben. Wenn wir im Spital sind und an ein Diagnosegerät angeschlossen werden, wird dieses von Millionen von Softwarezeilen ermöglicht. Wir sind von Software so umgeben wie von Luft.

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Ein mathematisches Modell der Innovation

Inkrementelle und disruptive Innovation sind die zwei gröbsten Unterscheidungen, wie wir Innovation einteilen. Inkrementelle Innovation kommt schrittweise. Darunter fallen beispielsweise die Verbesserung eines Fertigungsprozesses, oder die sukzessive Verringerung der Abgasemissionen eines Verbrennungsmotors. Disruptive Innovation hingegen scheint als ob sie in Sprüngen kommt. Pferdekutschen werden von Autos hinweg gefegt, Film von Digitalkameras, das Handy von Smartphone.

Doch selbst disruptive Innovation kommt nicht aus dem Nichts. Zurecht weisen Kritiker immer darauf hin, dass ein Smartphone ja nicht wirklich eine Innovation war. Der Touchscreen existierte schon länger, auch der Computerchip der in den Smartphones verwendet wird.

Und damit haben sie recht. So wie in der Evolution nicht aus heiterem Himmel der Mensch da war, sondern sich zuerst Leben in einfacher Form hin zu immer komplexeren Organismen bis hin zum Menschen entwickelt hat, benötigt Innovation die zugrunde liegenden Bausteine. Miteinander kombinierte Bausteine wiederum bilden eigen, neue Bausteine, mit denen sich komplexere Objekte bilden lassen. Es lässt sich aber erst dann bilden, sobald die Bausteine vorhanden waren und damit die Möglichkeit schaffen. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand diese Kombination macht. Bereits 1922 haben zwei Forscher 140 Beispiele vorgelegt, wo Innovatoren unabhängig voneinander ein und dieselbe Idee umgesetzt haben. Eine Innovation wird somit fast unvermeidlich. Weiterlesen Ein mathematisches Modell der Innovation

Die Silicon-Valley-Blaupause

Besucher der Innovationskapitale der Welt haben unterschiedliche Gründe warum sie kommen. Die meisten sind hier um San Francisco zu erleben und in das Gefühl einzutauchen für das es steht. Das sind die Touristen.

Doch dann gibt es jene Besucher, die kommen, weil Innovation ein heißes Thema ist. Nicht alle von ihnen kommen mit den gleichen Zielen. Einige kommen, damit sie eine schöne Lustreise auf Firmen- und Staatskosten erleben. Das sind oft Beamte und Mitarbeiter staatlicher oder staatsnaher Organisationen. Ist noch ein Minister oder sonstiger ranghoher Politiker dabei, dann geht es noch um die Gelegenheit, sich vom mitgereisten Medientross bei den Firmenzentralen von Unternehmen wie Google oder Facebook ablichten zu lassen, vielleicht auch noch einen der legendären Firmengründer die Hand schütteln zu lassen. Diese Besucher sind die unnötigsten, 95 von 100 dieser Besuche führen zu nichts, und im Silicon Valley sind die Leute mittlerweile schlecht auf diese Besuche anzusprechen. Weiterlesen Die Silicon-Valley-Blaupause

OceanOne Tauchroboter Demo in Stanford

Roboter tauchen in jeden Aspekt des Lebens ein und ersetzen Menschen. Wörtlich. Heute besuchten wir das Stanford Artificial Intelligence Lab und sahen eine Demonstration eines Tauchroboters, der zum Einsatz unter Wasser entwickelt wurde. Er soll bei der archäologischen und wissenschaftlichen Forschung helfen, aber auch bei der Wartung von Unterwasserinfrastruktur, wie beispielsweise Ölleitungen oder Unterseekabeln.

Gerald Brantner, Wiener Doktoratsstudent, der seit Anfang an bei der Entwicklung federführend ist, führte uns durch das Lab. Der Tauchroboter ist 180 Kilogramm schwer, und sowohl die Software der Simulation und Steuerung, als auch die Software auf dem Roboter kommt von ihm und studentischen Helfern. Weiterlesen OceanOne Tauchroboter Demo in Stanford

Foresight Thinking: Das Denken in Signalen, Umschwüngen und Exponentiellen Kurven

Gerne besprechen Experten oder Futuristen, was die Zukunft bringen wird. Viel Geld wird mit gewagten Vorhersagen gemacht, doch nur selten treffen sie ein. Fliegende Autos haben wir immer noch nicht, dafür aber 140 Zeichen Tweets, wie der Investor Peter Thiel einmal süffisant bemerkte. Die viel beachteten Vorhersagen des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums aus dem Jahr 1972 trafen nicht ein. Hingegen wurden Smartphones, Instagram, Airbnb, Uber und ähnliche Technologien und Dienstleistungen nicht wirklich vorhergesagt. Ganz im Gegenteil: sie überraschten die jeweiligen Platzhirschen und fegten sie hinweg.

„Die beste Art die Zukunft vorherzusagen ist sie selber zu machen.“ – Abraham Lincoln

Prophezeiungen versus Prognosen

Zwischen Prophezeiung und Prognose gibt es einen feinen Unterschied. Die Prophezeiung sagt einen bestimmten Endzustand voraus. „Trump wird niemals Präsident werden!“ Eine Prognose hingegen gibt die Wahrscheinlichkeit für einen Endzustand an. „Trump wird mit 70 Prozent Wahrscheinlichkeit nicht Präsident werden!“ Weiterlesen Foresight Thinking: Das Denken in Signalen, Umschwüngen und Exponentiellen Kurven