Anleitung zum Geschäfte machen

Vielen Dank, dass Du Dich für mich und das was ich mache interessierst. Du hast sicherlich schon über meine Bücher gehört, einige meiner Blogs gelesen oder sogar Videos angesehen. Damit weißt Du genau, was ich wie mache.

Das freut mich! Und ja, ich bin auch offen, dass ich einen Vortrag halte, einen Workshop durchführe, oder an einem Projekt mitarbeite. Hier sind einige Informationen, wie wir da vorangehen können.

Vorträge

Wie Du an Videos von meine vergangenen Vorträgen sehen kannst, sind diese alles, sie sind aber weder trocken noch langweilig. Meine Vorträge informieren auf unterhaltsame Weise, sie provozieren und rütteln auf, und bringen faktenbasierte, alternative Szenarien, als sie in Europa gängig sind. Und das ist ja gut so, immerhin bringe ich die Perspektive aus dem Silicon Valley hinein. Ein Vortrag ist für mich auch immer eine gute Show für das Publikum.

Für meine Vorträge muss bezahlt werden. Da mache ich keine Ausnahmen. ich bin selbständig und habe somit kein regelmäßiges Gehalt, das auf mein Konto alle paar Wochen eingeht. Vorträge sind ein wichtiger Bestandteil meines Einkommens. Weiterlesen Anleitung zum Geschäfte machen

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Von doofer zu intelligenter künstlicher Intelligenz

“Maschinen werden intelligent sein, wenn sie den menschlichen Schachweltmeister schlagen,” sagten manche. Und dann geschah es. IBMs Deep Blue besiegte 1997 Garry Kasparov . “Naja, solche Maschinen sind ja nicht wirklich intelligent, die benutzen nur reine Rechenpower.” Damit antworteten die Kritiker und legten die Latte für ‚Intelligenz‘ eine Ebene höher. Wie hoch?

Aber Maschinen werden sicherlich dann intelligent sein, wenn sie den menschlichen Go-Champion besiegen.” Und genau das geschah früher als gedacht. Im März 2016 besiegte Googles AlphaGo den menschlichen Go-Weltmeister. Die Maschine konnte dabei nicht auf reine Rechenpower setzen, sondern musste mit einem auf Statistik basierten Ansatz aufsetzen.

Was sind denn nun intelligente Maschinen? Und werden sie jemals menschliche Intelligenz übertreffen? Das ist eine der Fragen wo sich selbst Experten nicht einig sind. Die Definition von Intelligenz ist je nach Spezialisten unterschiedlich, und das Ziel eine einheitliche Definition zu erhalten ist in weite Ferne gerückt. Max Tegmann vom MIT definiert sie in seinem jüngsten Buch Leben 3.0 folgendermaßen: Weiterlesen Von doofer zu intelligenter künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz isst Software

Als die Grenzen fielen, die damals den Westen vom Ostblock trennten, konnte sich niemand vorstelle, wie rasch in gewissen technologischen Bereichen die ehemaligen Warschauer Pakt-Länder voran preschen würden. Während einige Jahre später in Österreich noch das kabelbasierte Telefonnetz vorherrschte und der Handy-Empfang eher bescheiden war, hatte Ungarn das schnellste GSM-Netz. Das Land hatte vorher kein Geld besessen, Kabel für ein besseres Telefonnetz zu verlegen, und übersprang mit der Öffnung einfach diese Technologie und ging gleich auf drahtlose Telefonie über. Im Englischen spricht man von ‚leapfrogging‚, wo man wie ein Laubfrosch das Hindernis springt.

Genauso mag man sich heute in den deutschsprachigen Ländern fühlen, wenn man die Schulausbildung betrachtet. Sollen wir Programmieren als Fach in Schulen unterrichten oder doch nicht? Diese Frage, die eigentlich seit den 1980er Jahren mit einem klaren ‚Ja‘ beantwortet werden hätte sollen, ist noch immer kein Unterrichtsfach an unseren Schulen. Weiterlesen Künstliche Intelligenz isst Software

Innovationsschüchternheit

Dort wo die zarten Knospen sprießen, scheinen Bäume am empfindlichsten zu sein. Manche Baumsorten die sich in Wäldern zu nahe kommen vermeiden den Kontakt mit ihren Artgenossen. Im Schirm bilden sich Abstände zwischen den einzelnen Baumkronen, die wie Kapillaren wirken. Das Phänomen tritt nicht bei allen Baumarten auf. Buche und Esche scheinen besonders sensibel zu sein und halten Abstand, Linden gingen schmiegen sich aneinander.

Warum sich die Baumkronen nicht berühren – es zu diesem Phänomen der ‚Baumkronenschüchternheit‘ kommt – darüber sind sich Forscher nicht ganz einig. Es kann einerseits ein Schutz vor Schädlingen sein, denen ein Übergreifen von einem Baum auf den nächsten schwerer gemacht wird, andererseits aber mit der Sensibilität der Zweigspitzen, die durch Wind aneinander gerieben werden und so zum Abstand zwischen den einzelnen Baumkronen führen.

Berührungsängste oder Infektionsschutz, was auch immer es ist, dieses Naturphänomen scheint eine Metapher für ein Unternehmensphänomen zu sein. Nämlich warum es vielen etablierten Firmen so schwer fällt, innovativ zu sein.

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Lego und wie man die Zukunft vorhersagt

1922 stellten zwei Forscher der Columbia Universität eine Liste an 140 Erfindungen und Entdeckungen zusammen, bei denen die Erfinder, unabhängig voneinander, ohne voneinander zu wissen, in unterschiedlichen Ländern oder sogar auf unterschiedlichen Kontinenten, dieselbe Erfindung oder Entdeckung innerhalb einer kurzen Periode gemacht hatten

Am selben Tag im Jahr 1876 an dem Alexander Graham Bell ein Patent für das Telefon einreichte, reichte ein anderer dasselbe Patent ein paar Stunden später ein – im selben Patentbüro. 1745 und 1746 erfanden sowohl Ewald Georg von Kleist und Pieter van Musschenbroek die elektrische Batterie. Josef Ressel, John Ericsson, Francis Pettit Smith, David Bushnell und Robert Fulton erfanden unabhängig voneinander und in innerhalb einer kurzen Zeitspanne den Propeller.

Wie kann es sein, dass diese Leute auf dieselbe Idee zur selben Zeit kommen? Tatsächlich sollte die Frage anders lauten: warum haben nicht mehr Leute dieselbe idee? Eine Idee kommt ja nicht aus dem Blauen. Ein technologischer Durchbruch oder eine Erfindung ‚liegen in der Luft.‘ Und das hat mit den zugrundeliegenden Bausteinen und dem Konzept das wir das ‚benachbarte Mögliche‘ nennen zu tun.

Bausteine

Alles beginnt mit den verfügbaren Bausteinen. Als 2007 das iPhone angekündigt wurde, gab es viele die es nicht als innovativ anerkannten. ‚Was ist neu daran?‘ Alle Technologien gab es bereits. Touchscreen, Handynetzwerk, Computerchip, Betriebssystem, App Store, Kamera, Apps, Abonnementmodell. Keines dieser Elemente war für sich neu. Weiterlesen Lego und wie man die Zukunft vorhersagt

Hypes versus Trends

Sobald wir in der Öffentlichkeit über Trends sprechen, können wir ohne Mühe voraussagen, dass wir einen Kommentar wie diesen hören werden: „Das ist doch nur ein Hype!“ Und an uns nagen sofort die Zweifel, ob die Person damit recht hat, ob man selbst etwas verpasst hat, oder ob man diesen Kommentar einfach ignorieren sollte.

Es ist nämlich nicht einfach Trends frühzeitig zu entdecken und sie erfordern einiges an Anstrengung Signale zu identifizieren, die einen Trend andeuten könnten. Die Chance, dass es sich nur um einen Hype, um eine Modeerscheinung, oder wie man das auch immer bezeichnen will, handeln könnte, sind durchaus nicht abwegig.

Wie aber unterscheidet man wirklich ob etwas ein Hype oder doch ein echter Trend sein wird? Würden wir dem italienischen Filmemacher Federico Fellini Glauben schenken, dann wäre ein Hype folgendes:

„Ein Hype ist der peinliche und verzweifelte Versuch Journalisten davon zu überzeugen, dass von dir Geschaffenes die Misere wert ist, darüber eine Rezension zu schreiben.“ – Federico Fellini

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Wie Marihuana und gleichgeschlechtliche Ehe das Innovationswachstum fördern

Im letzten Team in dem ich zuletzt bei meinem ehemaligen Arbeitgeber SAP bis 2013 gearbeitet habe, hatten wir bei 13 Teammitgliedern 10 Nationalitäten und ebensoviele Sprachen. Was im ersten Moment wie eine Kakophonie an Charakteren und Ideen klingt, war genau so. Und extrem produktiv und innovativ.

Viel innovativer jedenfalls, als in anderen Gruppen, die rein aus Leuten aus demselben Land stammten. Auch wenn es wir manchmal mehr Zeit benötigten, um den richtigen Weg zu finden, die Ideen die solch ein diverses Team hervorbrachte waren viel weiter gestreut und die endgültige Lösung damit umso besser. Deshalb bin ich schon seit langem ein Verfechter von Diversität in Teams um Innovation und gute Zusammenarbeit zu fördern.

Besucher in Silicon Valley bemerken die Diversität bei den Treffen mit Unternehmensgründen, Risikokapitalgebern und Mitarbeitern. Und sie spiegelt sich in den Statistiken wider. Mehr als die Hälfte der Haushalte im Silicon Valley sprechen zuhause als primäre Sprache nicht Englisch.

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Die Heuchelei um Facebook und ‚unsere‘ Daten

Die Hysterie um Cambridge Analytica, Facebook und Benutzerdaten erreicht gerade ihren Höhepunkt, und man möchte meinen, wir hätten alle zugestimmt unsere Erstgeborenen an Mark Zuckerberg übergeben zu müssen.

Aber zuerst mal von Anfang an: Cambridge Analytica, eine politische Beratungsfirma mit zugegebenermaßen etwas zweifelhafter Reputation, hat – wie zigtausende andere Unternehmen – auf Benutzerdaten auf Facebook durch sogenannte Programmierschnittstellen oder die von Facebook selbst bereit gestellten Werkzeuge zugegriffen und für Kampagnen verwendet. Wie jeder, der schon einmal Werbung auf Facebook geschaltet, weiß, kann man damit ziemlich gezielt Werbung schalten. Alter, Geschlecht, Interessen, oder Region sind einige von vielen Kriterien nach denen Werber Benutzer filtern und Werbung gezielt schalten können. Ob das nun Werbekampagnen oder politische Kampagnen sind spielt dabei keine Rolle.

Cambridge Analytica ging allerdings noch einen Schritt weiter, und holte sich auch die zusätzliche Informationen der Benutzer, wie beispielsweise die Freunde der Benutzer, und kam somit von wenigen zigtausend Datensätzen zu kolportierten 50 Millionen. Und die wurden für die Wahl von Donald Trump und seiner Kampagne verwendet.

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All die Zukünfte (Ja, es gibt mehr als eine)

Sich die Zukunft vorstellen ist nicht nur ein verträumte Freizeitbeschäftigung. Über unsere Zukunft nachzudenken, oder die unseres Unternehmen – sofern es gut gemacht wird – hilft uns uns besser darauf vorzubereiten, was so kommen mag. Während Unternehmensführer oft eine ‚Vision‘ oder Management einen ’strategischen Plan‘ vorbereiten und ausgeben, limitieren sie uns dabei auf eines: nämlich auf eine einzige Zukunft. Die selbe, die sie gerne sehen würden. Wenn diese Zukunft dann aber nicht geschieht, die Vision nicht wahr wird, der strategische Plan nicht aufgeht, dann wird das als Scheitern betrachtet.

Tatsächlich gibt es mehrere Zukünfte. Und welche Zukunft geschieht hängt teilweise von uns, teilweise von anderen Einflüssen ab. Der Zukunftskegel unterscheidet zwischen drei Arten von Zukünften: mögliche, wahrscheinliche und bevorzugte Zukunft. Weiterlesen All die Zukünfte (Ja, es gibt mehr als eine)

Meldungen aus der Zukunft

Ein psychologisch überraschend mächtiges Foresight-Mindset-Werkzeug sind Meldungen aus der Zukunft. Dabei wird den Beteiligten beispielsweise die Aufgabe gegeben, aus der Zukunft zehn Jahre vom heutigen Datum einen Zeitungsartikel zu verfassen, der als Schlagzeile den Bankrott des eigenen Unternehmens schildert, mit generellen und spezifischeren Gründen für das Scheitern. Eine solche Herangehensweise steht im scharfen Kontrast zu den sonst üblichen positiven, von Erfolgstories dominierten Strategien und Visionen.

Aus der Zukunft können dabei verschiedene Arten von Meldungen und Informationen kommen: Weiterlesen Meldungen aus der Zukunft